Nach Gerichtsurteil

Künstliche Befruchtung in Alabama jetzt geschützt

Ausland
01.03.2024 08:40
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im US-Bundesstaat Alabama wurde vor zwei Wochen entschieden, dass gefrorene Embryonen als Kinder anzusehen sind. Damit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kinderwunschkliniken künftig vor Klagen geschützt sind, wurde jetzt ein weiteres Gesetz verabschiedet.

Die Entwürfe sehen zivil- und strafrechtliche Immunität vor und wurden in beiden Kammern verabschiedet, wie auf der offiziellen Webseite des Parlaments am Donnerstag zu sehen war. Gouverneurin Kay Ivey muss das neue Gesetz noch unterschreiben. Zuvor hatten sich mehr als 150 Patientinnen und Patienten einer In-Vitro-Fertilisation versammelt, um eine legale künstliche Befruchtung zu fordern (siehe Video oben). Dabei werden Eizellen außerhalb des Körpers der Frau im Reagenzglas befruchtet, anschließend wird das befruchtete Embryo in die Gebärmutter implantiert.

Wie berichtet, hatte das Oberste Gericht von Alabama vor zwei Wochen auf der Grundlage eines Gesetzes aus 1872 entschieden, dass gefrorene Kinder als Embryonen anzusehen sind. In dem Fall hatten drei Paare eine Klinik verklagt, nachdem ihre gefrorenen Embryonen von einer Patientin fallengelassen und zerstört worden waren. Daraufhin kündigten mehrere Einrichtungen an, In-vitro-Befruchtungen vorläufig zu stoppen. 

Schwangerschaftsabbrüche verboten
Der Schutz des ungeborenen Lebens ist in den USA seit Jahrzehnten ein Streitthema. Vor eineinhalb Jahren kippte der Oberste Gerichtshof das landesweite Grundrecht auf Schwangerschaftsabbrüche, das seit 1973 bestanden hatte. Im erzkonservativen Alabama sind Abbrüche seitdem verboten oder zumindest stark eingeschränkt.

Die Demokratinnen und Demokraten haben das Recht auf Abtreibung zu einem Inhalt ihres Wahlkampfs gemacht. Die Gerichtsentscheidung zu den Embryonen wurde aber auch von zahlreichen Republikanerinnen und Republikanern kritisiert, darunter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump.

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