War seit 2022 in Haft
Politischer Gefangener (64) in Belarus gestorben
In Belarus ist der Oppositionelle Igar Lednik (64) im Gefängnis gestorben. Das teilte seine frühere sozialdemokratische belarussische Partei Gramada am Dienstag mit. Lednik war 2022 wegen „Diffamierung“ des Präsidenten Alexander Lukaschenko inhaftiert worden.
Er war Demokratie-Aktivist und Journalist. Im Dezember 2022 war Lednik festgenommen und später zu drei Jahren Haft verurteilt worden, wobei es um die Veröffentlichung in einer Parteizeitung gegangen sein soll. Am Dienstag teilte die frühere Partei des Oppositionellen jetzt mit, dass Lednik in Haft gestorben sei. Die Menschenrechtsorganisation Wiasna bestätigte die Angaben.
Operation und Herzprobleme
Im Gefängnis hatte sich der Gesundheitszustand des Aktivisten „erheblich verschlechtert“, teilte die Partei Gramada mit, die von Belarussinnen und Belarussen im Exil am Leben gehalten wird. Demnach war Lednik wegen eines Problems des Verdauungstrakts operiert worden und litt zudem unter Herzproblemen. Die genaue Ursache seines Todes und den Todeszeitpunkt teilte die Partei aber nicht mit.
In Belarus wird jegliche Opposition massiv unterdrückt. Das hat den Hintergrund, dass diese die angebliche Wiederwahl von Lukaschenko 2020 als Betrug anprangerte. Der belarussische Präsident ist ein enger Verbündeter des russischen Machthabers Wladimir Putin (siehe Video oben). Laut Wiasna sitzen 1400 politische Häftlinge in Weißrussland im Gefängnis.







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