Knapp 15 Millionen Zuschauer strömten in der letzten Saison in die Stadien, das durchschnittliche Spielergehalt liegt bei etwa 3,2 Millionen Euro. In knapp 200 (!) Ländern werden die Matches übertragen, bis zu eine Milliarde Haushalte erreicht
Die Kommerzialisierung des Fußballs kann nicht besser beschrieben werden. Die Premier League gilt als Eldorado, eine perfekte Show, Intensität pur. „Krone“-Experte Christian Fuchs erlebte die Begeisterung hautnah mit. 2016 holte der Verteidiger mit Leicester den Titel, als eines der Geschenke stellte Klubboss Vichai Srivaddhanaprabha seinen Stars 19 BMW i8 vor die Türe. In den blauen Vereinsfarben lackiert, mit Sonderausstattung. „Plötzlich wussten alle, wo wir wohnen. Weil die blauen Autos, die nur wir hatten, vor den Häusern parkten“, erzählt Fuchs.
Fans kletterten über den Zaun, fotografierten durch die Fenster. Viele Spieler zogen die Konsequenzen, übersiedelten in Appartements mit Tiefgaragen. Wenn es läuft, erlebt man auf der Insel das Paradies. Permanenter Druck und mediale Aufmerksamkeit sind der Begleiter, in den 80er- und 90er-Jahren flüchteten viele Größen in den Alkohol.
Mittlerweile stellten einige Klubs Psychologen ein, Regeneration wird großgeschrieben. Doch irgendwann wird der Druck zu viel. Selbst bei Trainerfüchsen wie Jürgen Klopp. Er steigt im Sommer aus dem Karussell aus, bevor es ihn abwirft.
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