Nach vier Jahren Pause steigt im Welser Stadtteile Vogelweide wieder das traditionelle Mai-Fest. Statt der SPÖ organisiert es aber erstmals die FPÖ, die bei der Terminreservierung stets den Roten zuvorkam. Von einem Wegschnappen des beliebten Events wollen die Blauen aber dennoch nichts wissen.
Das Positive vorweg: Im Welser Stadtteil Vogelweide findet nach vier Jahren Unterbrechung wieder ein Maibaum-Fest statt. Doch im Vorfeld der Veranstaltung fliegen die Fetzen. Vor der coronabedingten Pause trat stets die SPÖ als Veranstalter in Erscheinung. Nun soll ihr ausgerechnet im Wahljahr 2024 die FPÖ die Organisation der beliebten Feier vor der Nase weggeschnappt haben.
FP reservierte Termin schon 2023
Der blaue Stadtvize Gerhard Kroiß will davon nichts wissen: „Da die SPÖ nach Corona nichts mehr getan hat, nahmen wir uns der Sache an und reservierten bereits im Juni 2023 den Vogelweideplatz für 30. April und 1. Mai“.
Ich rede nicht im Februar, was Ende April ist. Reservieren tue ich nur einen Tisch im Restaurant. Für das Mai-Fest benötigt man Bewilligungen. Und die haben wir.
Bernhard Humer, SP-Gemeinderat
Zu seiner Überraschung erfuhr er danach, dass die SP dort am 27. April ebenfalls ein Fest plant. Kroiß: „Da an diesem Tag auch das große Mai-Fest in der Innenstadt stattfindet, wollten wir diesen Termin ursprünglich bewusst vermeiden. Ein SPÖ-Fest am 27. April hätte uns aber die eigene Veranstaltung ein paar Tage danach ,abgeschossen‘, also haben wir den 26. und 27. April dazugebucht, weil die SPÖ ohnehin noch nichts reserviert hatte.“ Somit wird am 26. April der Baum bei einer kleinen Feier aufgestellt, und am 1. Mai steigt dann ein großes Fest.
Letzte Worte ist noch nicht gesprochen
Bei der SPÖ gibt man sich gegenüber der „Krone“ zugeknöpft: „Ich rede nicht im Februar, was Ende April ist. Reservieren tue ich nur einen Tisch im Restaurant. Für das Mai-Fest benötigt man Bewilligungen. Und die haben wir“, so Bernhard Humer, Gemeinderat und Vorsitzender der SPÖ Vogelweide.
Kein versöhnliches Ende
Für den roten Stadtvize Klaus Schinninger ist das letzte Wort in dieser Sache noch nicht gesprochen. Man sei im Austausch mit der FP. Doch wie aus gut informierten Rathaus-Kreisen zu hören ist, endete das letzte Gespräch zwischen FP-Stadtchef Andreas Rabl und Schinninger wenig versöhnlich
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.