Nicht nur im Fasching sollten die Vorarlberger nach übermäßigem Alkoholgenuss aufs Autofahren verzichten, warnen die Experten des VCÖ. Schließlich steigt das Unfallrisiko bereits bei 0,5 Promille auf das Doppelte. Sorgen bereiten die aktuellen Zahlen, denn die Zahl der Alkounfälle hat sich deutlich erhöht.
Allein in den ersten drei Quartalen 2023 wurden bei Alko-Unfällen im Ländle 182 Menschen verletzt. Das sind um fünf Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Jahres 2019, informierten die Zuständigen des VCÖ. Alkohol führt zu einer schlechteren, langsameren Reaktion, schränkt das Sehvermögen und das Sichtfeld („Tunnelblick“) ein, gleichzeitig nimmt die Selbstüberschätzung zu.
In Summe führt das zu einem stark erhöhten Unfallrisiko, warnen die VCÖ-Experten. Sie erinnern daran, dass bereits bei 0,5 Promille das Unfallrisiko auf das Doppelte steigt, bei 1,0 Promille auf das 7-Fache und bei zwei Promille auf das 35-Fache.
Öffentliche Verkehrsmittel statt Pkw
Besondere Vorsicht ist in der fünften Jahreszeit geboten: Am Dienstag erreicht der Fasching seinen Höhepunkt. Sind die Feierlichkeiten nicht in fußläufiger Distanz, sollten öffentliche Verkehrsmittel oder ein Anrufsammeltaxi genutzt werden. Wo es dieses Angebot nicht gibt, könnten Fahrgemeinschaften gebildet werden.
„Vorab sollte man sich auf eine Person einigen, die keinen Alkohol trinkt. Die Devise ,Don’t Drink and Drive’ ist unbedingt zu beherzigen“, betont VCÖ-Expertin Lina Mosshammer. Auch soziale Verantwortung zu übernehmen, trage zu mehr Verkehrssicherheit bei: „Gerade in Freundesrunden ist es wichtig, nicht wegzuschauen, wenn sich jemand aus der Runde alkoholisiert hinter das Lenkrad setzt.“
Die Polizei hat bis Aschermittwoch verstärkte Kontrollen angekündigt. Für die Verkehrssicherheit sind die Kontrollen der Exekutive wichtig. Im gesamten Jahr 2022 wurden in Vorarlberg knapp mehr als 1500 Alko-Lenker erwischt.
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