Nachdem am Donnerstag in der Führungsriege des FC Dornbirns eine Bombe explodiert war, versuchen Mannschaft und der aktuelle Trainer, dennoch konzentriert zu arbeiten. Einfach ist das nicht, weiß auch Ex-Sportvorstand Peter Handle.
Egal, was beim FC Dornbirn derzeit abseits des Platzes alles passiert, die Mannschaft und Trainer Roman Ellensohn trainierten gestern konzentriert auf dem Kunstrasen der Birkenwiese. Viel Zeit ist nicht mehr bis zum Ligastart, nur noch drei Wochen. Dann sollten die Rothosen bei Tabellenführer GAK unbeschwert und frei im Kopf in die Liga starten können.
Dafür muss sich aber das Chaos, das Präsident Hubert Domig mit seinem Alleingang, bei dem er einem Betrüger aufgesessen war, verursachte, erst einmal wieder legen. Das weiß auch Ex-Sportvorstand Peter Handle, der vor fast zwei Jahren, als Domig kam, den Vorstand verließ. „Hoffentlich können die Mannschaft und der Trainer in Ruhe arbeiten“, sagt der Dornbirner, „sie haben sich gut verstärkt, sportlich können sie es auf jeden Fall schaffen.“
Richtig verstärkt
Denn während die von „Berater“ Franz Schwaiger gebrachten neuen Spieler, die schon trainiert hatten, wieder abgereist sind, gelangen Sportdirektor Eric Orie mit Stefan Umjenovic und Mateusinho gute Transfers. Mit Renan wurde jetzt auch ein Rückkehrer endgültig fixiert, der Stürmer bewies schon in der Vergangenheit, dass er auf der Birkenwiese bestens funktioniert. Allerdings wird der Brasilianer nicht sofort dabei sein können. Seine Schienbein-Verletzung ist noch nicht ganz ausgeheilt, die Rothosen rechnen Ende März voll mit ihm.
Die sportlichen Belange kann Handle also weiter optimistisch sehen. Die Entwicklung der letzten Tage und Wochen macht ihm jedoch auch große Sorgen. „Es ist nicht einfach, so etwas wieder geradezubiegen“, bedauert der 61-Jährige, „und es wäre sehr schlimm, wenn man das, was im Verein in den letzten Jahren aufgebaut wurde, in so kurzer Zeit wieder kaputtmacht.“
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