Nachdem in der Gemeinde Neuhaus die Insolvenz gedroht hatte, springt nun das Land Kärnten ein, um die Unwetterschäden zu finanzieren.
Der drohende Finanzkollaps der Gemeinde Neuhaus, die – wie berichtet – mit 800.000 Euro ins Minus geschlittert war, konnte mit Hilfe des Landes abgewendet werden. Der Pleitegeier hat also im letzten Moment noch abgedreht. Bürgermeister Patrick Skubel ist erleichtert: „Wir sind völlig unschuldig in dieses bedrohliche Szenario gekommen. Unwetter hatten 3,5 Millionen Euro Schaden verursacht. Das hat uns einfach überfordert.“
Diese Dramatik ist jetzt Geschichte. Im Hinblick auf die Naturkatastrophe greifen wir helfend ein.
Daniel Fellner, Landesrat
Mit Landesrat Daniel Fellner und Gemeindeabteilungschef Stefan Primosch habe man eine Lösung gefunden, wie die horrenden Kosten zu finanzieren wären. Skubel: „Uns wurde zugesichert, dass auch der Eigenanteil der Sanierungsmaßnahmen vom Land getragen wird.“ Damit schrumpfe der Schuldenberg gleich um die Hälfte.
„Jede kleine Gemeinde fressen die gestiegenen Umlagen auf“
Auch Entscheidungen wegen der hohen Abgaben stünden bevor: „Unser 1000-Seelen-Dorf hat keine Kommunalsteuer. Jede kleine Gemeinde fressen die gestiegenen Umlagen auf. Es braucht eine neue Verteilung.“ Daran werde gearbeitet. Skubel: „Im März werden wir im Gemeinderat über den neuen Voranschlag abstimmen.“ Auch in Bad Eisenkappel gab es ja vor einigen Jahren wegen tiefroter Zahlen Hilfe durch Prüfer des Landes. Primosch: „Vergleichbar ist das nicht. In Neuhaus geht’s ja um die Folgen einer Naturkatastrophe.“
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