18.05.2012 14:59 |

Groß wie ein Smart

Forscher finden fossile Reste von Riesenschildkröte

Paläontologen der North Carolina State University in Raleigh haben in Kolumbien die fossilen Überreste einer Schildkröte entdeckt, deren Panzer die Größe eines Smart-Autos hatte. Weil die Versteinerungen in einer Kohlengrube gefunden wurden, verpassten die Wissenschaftler dem gigantischen Tier den Namen Carbonemys cofrinii (Kohle-Schildkröte).
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"Wir hatten an diesem Fundort zuvor kleinere Schildkröten-Arten ausgegraben. Nachdem wir vier Tage daran gearbeitet hatten, um den Panzer freizulegen, wurde uns klar, dass diese Schildkröte die mit Abstand größte ist, die je in dieser Gegend gefunden wurde", schildert Edwin Cadena die Entdeckung des rund 60 Millionen Jahre alte Fossils. Der 172 Zentimeter lange Panzer liefere einen "erster Hinweis auf Gigantismus bei Süßwasser-Schildkröten", so der Forscher.

Laut Angaben der Paläontologen ist die Kohle-Schildkröte rund fünf Millionen Jahre nach dem Verschwinden der Dinosaurier auf der Bildfläche erschienen. Zu dieser Zeit lebten in diesem Teil des heutigen Südamerika mehrere riesige Arten von Reptilien, darunter auch die größte Schlangenart, die je gefunden wurde, so die Wissenschaftler. Sie glauben, dass das Zusammenspiel verschiedener Faktoren wie Veränderungen im Ökosystem, ein größerer Lebensraum, reichlich Nahrung und weniger Fressfeinden dazu geführt hat, dass sich derart riesige Arten entwickeln konnten.

Tier besaß äußerst kräftige Kiefer
Die Untersuchungen der Forscher zeigen, dass die Kohle-Schildkröte äußerste kräftige Kiefer besaß, die sie dazu befähigt haben dürften, so ziemlich alles zu fressen - von Weichtieren bis hin zu kleineren Krokodilen.

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