Zu Silvester kostete ein Brand in einem Lokal einer jungen Frau ihr Leben. Jetzt stand die Sicherheit in Wien auf den Prüfstand.
Das Feuer frisst sich durch die Dekoration, Rauch und Qualm lassen jeden Atemzug zur Qual werden, Massenpanik macht sich breit und dann auch noch ein verbarrikadierter Notausgang. Dass der verheerende Brand in einem Grazer Innenstadtlokal zu Silvester nicht mehr Opfer gefordert hat, grenzt an ein Wunder. Noch laufen die Ermittlungen zum genauen Tathergang.
Damit sich eine solche Tragödie in Wien nicht wiederholt, rückte nun ein Einsatzteam der Stadt Wien zu Kontrollen aus. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf Fluchtwegen, Sicherheitsbeleuchtungen, Löschhilfen, Funktionalität der Notausgangstüren sowie der Einhaltung der vorgeschriebenen Besucherzahlen in den Betriebsanlagen und Veranstaltungsstätten.
Verbarrikadierte Notausgänge
Die Wiener Ergebnisse sind wenige Tage nach der Flammentragödie in Graz ernüchternd und erschreckend: Von zehn Lokalen wiesen sechs massive Sicherheitsmängel auf, da Notausgänge blockiert oder versperrt waren und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen fehlten. Eine Fluchttür wurde etwa mit einem Querbalken verriegelt.
Auch brennbare Deko gefunden
Und obendrauf: In zwei Betrieben mussten die großflächig angebrachte Deko entfernt werden, weil sie im Brandfall ebenfalls zur tödlichen Gefahr werden könnte.
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