Seine Serie „Schitt‘s Creek“ wurde mit internationalen Preisen nur so überhäuft. Für Netflix wagt sich Daniel Levy nun an sein Spielfilmdebüt heran. In „Good Grief“ übernimmt er nicht nur die Hauptrolle, sondern schieb auch das Drehbuch, führte Regie und produzierte mit. Wir haben uns angesehen, ob sein Erstlingswerk gelungen ist...
Mit „Good Grief“ liefert Daniel Levy („Schitt’s Creek“) sein Spielfilmdebüt als Drehbuchautor, Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller ab. In der Dramödie schlüpft Levy in die Rolle des Künstlers Marc, dessen Karriere von seinem Superstar-Ehemann Oliver (Luke Evans) überschattet wird. Der Bestsellerautor hat mit seinem Werk ein Milliarden-Franchise erschaffen. Nichtsdestotrotz ist Marc glücklich in seiner Beziehung - bis ihm diese genommen wird. Oliver verunglückt und lässt seine bessere Hälfte in tiefer Trauer zurück. Ein Jahr später ist das Gefühlschaos dann komplett, denn Marc kommt drauf, dass Oliver eine Affäre hatte.
Während Levy Bildschirmpräsenz sehr gut gelingt, gibt er den Nebendarstellern, seinen Freunden Thomas (Himesh Patel) und Sophie (Ruth Negga), nur wenig Tiefe. Die Grätsche zwischen Drama und Komödie, wie es etwa Ricky Gervais in „After Life“ vorzeigt, gelingt leider nicht. Dafür wirken die lustig gemeinten Teile zu künstlich und unnatürlich. Humorvoll trauern muss eben gelernt sein.
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