War untergetaucht

Ehefrau ermordet: Deutscher in Graz ausgeforscht

Österreich
04.05.2012 15:34
Ein 50-jähriger Deutscher, der verdächtigt wird, seine 30-jährige Ehefrau im Landkreis Nürnberger Land in Deutschland getötet zu haben, ist am Freitag in einem Grazer Obdachlosenheim festgenommen worden. Wie es vom Landeskriminalamt heißt, sei der nach der Tat in der Steiermark untergetauchte Mann geständig: Er habe die Frau im Zuge eines Streits umgebracht.

Die Gewalttat hatte der Mann offenbar schon in der Nacht auf den 11. März in einer Wohnung im Stadtteil Seespitze in Röthenbach an der Pegnitz begangen, sie war jedoch erst Mitte April entdeckt worden. Wie die Untersuchungen ergaben, war das Opfer - eine aus Bulgarien stammende ehemalige Prostituierte - durch Gewalteinwirkung gegen den Kopf gestorben. Der Verdacht fiel sofort auf den 50-jährigen, bisher unbescholtenen Ehemann. Er war verschwunden und wurde umgehend international zur Fahndung ausgeschrieben.

Auto des Deutschen war am Bahnhof aufgefallen
Bereits vor der Auffindung der Leiche war am Bahnhof Kindberg in der Obersteiermark ein Auto mit deutschem Kennzeichen aufgefallen, dass dem 50-Jährigen zugeordnet werden konnte. Im Zuge weiterer Ermittlungen kam die Kriminalpolizei auf die Spur des Verdächtigen, der schließlich in einem Obdachlosenquartier in Graz ausgeforscht wurde. Am Freitagvormittag erfolgte die Festnahme des Mannes. 

Der 50-Jährige zeigte sich bei der Einvernahme geständig, seine Ehefrau im Zuge eines Streits getötet zu haben. Zu der Auseinandersetzung sei es wegen Beziehungs- und Geldproblemen gekommen.

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