Spitäler entlasten

2024 fällt Startschuss für Erstversorgungsambulanz

Vorarlberg
28.11.2023 17:05

Die Patienten sollen künftig besser zugeteilt und die Krankenhäuser entlastet werden. Am Bregenzer Spital soll deshalb im kommenden Jahr die erste Erstversorgungsambulanz (EVA) entstehen, danach folgt Feldkirch.

Die EVA ist eine dem Krankenhaus - auch räumlich - vorgelagerte erste Anlaufstelle für alle Patienten ohne Zuweisung, erklärten Landeshauptmann Markus Wallner bei der Präsentation eines weiteren „Spitalspakets“. Maßnahmen wie Verbesserungen in der Dienstplanung und eine Überprüfung des Gehaltssystems waren bereits vergangene Woche präsentiert worden.

Erstversorgungsambulanz
Die am Dienstag präsentierten Maßnahmen zur Entlastung der Spitäler dürften - bei entsprechender Umsetzung - den Mitarbeitern wie auch den Patienten zugutekommen. Die ersten Schritte sollen bereits 2024 gesetzt werden. Im Laufe des Jahres ist unter anderem die Eröffnung der ersten Erstversorgungsambulanz auf dem Spitalsgelände in Bregenz nach dem Vorbild Wiens geplant.

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Bei schwindenden Ressourcen müssen wir einen Zahn zulegen. Es braucht rasche Schritte und eine klare Lenkung der Patienten.

Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (Bild: mathis.studio)

Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher

Dort sollen Patienten, die das Krankenhaus ohne Zuweisung aufsuchen, rasch erstversorgt, beraten und bei Bedarf direkt ins Krankenhaus weitergeleitet werden. „Die Ambulanzfrequenz steigt und steigt, da kann man nicht tatenlos zusehen“, sagte Markus Wallner. Nach Bregenz soll Feldkirch folgen.

Übergangspflege
Ebenfalls im kommenden Jahr soll es in Anlehnung an das am Krankenhaus der Stadt Dornbirn bereits umgesetzte Modell an vorerst zwei weiteren Standorten Bettenbereiche für die sogenannte Übergangspflege geben. Dort werden die jeweils fünf bis 15 Prozent der Patienten vorübergehend untergebracht, die keine Spitalsbetreuung mehr brauchen, deren Pflege außerhalb des Krankenhauses aber erst noch organisiert werden muss, etwa weil sie auf einen Heimplatz warten oder ihr Zuhause erst angepasst werden muss.

Weitere bereits für 2024 angedachte Maßnahmen umfassen „Wochenstationen“, die nur von Montag bis Freitag geöffnet haben, die Stärkung der Tageschirurgie und Neuerungen im Aufnahmeprozess, wie eine Zentralisierung der Not- und Akutaufnahmen.

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Die Ambulanzfrequenz steigt und steigt, da kann man nicht tatenlos zusehen. Deshalb ist das Projekt in Bregenz zu begrüßen.

Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner (Bild: mathis.studio)

Landeshauptmann Markus Wallner

Ausbau ambulanter Versorgungszentren
Außerdem soll der Informationsfluss der Hotline 1450 zu den Krankenhäusern verbessert werden. Für die Jahre bis 2030 sind dann noch weitergehende Kooperationen der Spitäler untereinander und mit dem ambulanten Bereich geplant. Ambulante Versorgungszentren für die häufigsten chronischen Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollen neben den Institutionen auch die Patienten entlasten.

Dass keiner der sechs Spitalsstandorte im Land aufgelassen werden solle, hatte Gesundheitslandesrätin Rüscher bereits vergangene Woche betont. Grundlegend gelte, dass die Prozesse in einem Miteinander mit den Spitalsbedienstete und auch mit dem niedergelassenen Bereich erfolgen würden, waren sich die beiden Regierungsmitglieder einig.

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