Greenpeace-Umfrage:

Zwei Drittel würden Verbot von Privatjets begrüßen

Klima
21.11.2023 06:52

Zwei Drittel begrüßen ein mögliches Verbot von Privatjets. Die klare Mehrheit (79 Prozent) spricht sich zudem für eine Kerosinsteuer aus, wie jetzt eine Greenpeace-Umfrage in Österreich zeigt. Das Institut Integral hat 1000 Menschen zwischen 16 und 75 Jahren befragt.

Fast zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten sind der Ansicht, dass Privatjets schädlich für das Klima und die Umwelt sind. Noch mehr Umfrageteilnehmende (78 Prozent) sind der Ansicht, dass es ausreichend andere Verkehrsalternativen gebe. „Superreiche fliegen unbeschwert durch die Lüfte, doch befeuern sie damit massiv die Klimakrise. Das haben auch die Menschen in Österreich erkannt und sprechen sich für ein Privatjet-Verbot aus“, sagte Marc Dengler von Greenpeace in einer Aussendung.

Laut einer Greenpeace-Umfrage lehnen Befragte Privatjets mehrheitlich ab (Symbolbild). (Bild: Huber Patrick)
Laut einer Greenpeace-Umfrage lehnen Befragte Privatjets mehrheitlich ab (Symbolbild).

Kurzstrecken beliebt
Die Organisation rechnete vor, dass Privatjets pro Personenkilometer mehr Treibhausgase ausstoßen würden als eine Zugfahrt. Dabei seien die beliebtesten Strecken zwischen 2019 und 2022 unter anderem Paris-Genf und Wien-Salzburg gewesen. „Letztere dauert mit dem Zug weniger als zweieinhalb Stunden“, merkte Dengler an.

Um Flüge mit Privatjets einzuschränken, fordern etwa acht von zehn Befragten (79 Prozent) eine Kerosinsteuer, ähnlich der Steuer auf Benzin oder Diesel. Sieben von zehn Personen unterstützen auch ein Verbot von Kurzstreckenflügen, sofern leistbare und schnelle Zugverbindungen verfügbar sind.

Eine Alternative zu Kurzstreckenflügen sind den Befragten nach schnelle und leistbare Zugverbindungen. (Bild: APA/dpa/Bernd Weißbrod)
Eine Alternative zu Kurzstreckenflügen sind den Befragten nach schnelle und leistbare Zugverbindungen.

Verbot auch in der EU nötig
Die NGO forderte Klimaministerin Leonore Gewessler (Grüne) am Dienstag zum Handeln auf. Es bräuchte ein österreichweites Verbot von Privatjets und Druck auf die Europäische Union, ein solches EU-weit einzuführen. Laut Greenpeace hat sich die Zahl jährlicher Flüge österreichischer Privatjets zwischen 2019 und 2022 mehr als verdoppelt. Konzerne, die Privatflugzeuge besitzen, sind etwa Porsche, Glock, Red Bull, Magna und Swarovski.

„Verkehrsministerin Gewessler muss die Reißleine ziehen und sich auf EU-Ebene für ein Ende von Privatjets einsetzen. Mit einem nationalen Verbot kann Österreich zudem europaweit ein Vorbild werden“, sagte Gewessler.

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