Baldige Angriffsserie?
Selenskyj: „Russland bereitet sich auf Winter vor“
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Sonntag seine Bevölkerung vor mehr russischen Luftangriffen im kommenden Winter gewarnt. „Russland bereitet sich auf den Winter vor“, sagte Selenskyj in seiner Abendansprache auf Telegram. Die Ukraine müsse daher darauf vorbereitet sein, dass Moskau die Zahl der Drohnen- und Raketenangriffe auf die Infrastruktur erhöhen könnte.
Zugleich versprach Selenskyj besseren Schutz vor russischen Angriffen als im vergangenen Winter.
Die ukrainische Luftverteidigung ist ihm zufolge stärker als noch vor einem Jahr. Zusammen mit einer Vielzahl westlicher Länder arbeite man zudem daran, diese täglich zu verbessern. Einen vollständigen Schutz des gesamten Territoriums gebe es allerdings noch nicht.
Ukraine-Krieg seit beinahe 21 Monaten
Die Ukraine verteidigt sich seit beinahe 21 Monaten gegen einen russischen Angriffskrieg. Dabei ist das Kiew stark auf die Unterstützung des Westens angewiesen. Im vergangenen Winter griff die russische Armee verstärkt die ukrainische Energie-Infrastruktur mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern an, was das Leid der Zivilbevölkerung noch weiter verschärfte. Die ukrainische Luftverteidigung wurde seitdem maßgeblich durch westliche Waffensysteme verstärkt.
Kreml: Russland ist auf dem Schlachtfeld nicht zu besiegen
Unterdessen hat der Kreml die Ukraine und die USA zu einem Einlenken im Ukraine-Krieg aufgerufen. „In Kiew und Washington müssen alle einsehen: Russland ist auf dem Schlachtfeld nicht zu besiegen“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow dem russischen Fernsehen ungeachtet russischer Rückschläge. Wenn US-Präsident Joe Biden nach eigenen Worten noch an eine Rückeroberung ukrainischer Gebiete glaube, dann zeige dies, dass die US-Politik in einer Sackgasse stecke.
Das sagte Peskow nach Angaben der Agentur TASS vom Sonntag für die Politiksendung „Moskau. Kreml. Putin“. Russland führt seit fast 21 Monaten einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, um das Nachbarland in den eigenen Einflussbereich zurückzuzwingen. Moskau hat dabei hohe Verluste an Menschen und Material erlitten und musste mehrere Niederlagen hinnehmen. Die Ukraine verteidigt sich nach Kräften, ist aber auf Waffenlieferungen aus den USA und anderen Ländern angewiesen.
Peskow unterstellte, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj aus Verzweiflung immer wieder neue Offensiven verspreche, weil er das Schwinden der westlichen Unterstützung spüre. Im Westen wachse „die Müdigkeit, die Abneigung, der Ukraine weiter Geld zu geben, Waffen und Munition zu liefern, vor allem wenn sie jetzt nach Israel geliefert werden müssen“, sagte der Kremlsprecher.
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