Jüdische Geschichte

Spuren entdecken und verstehen

Burgenland
05.11.2023 19:00
Porträt von Burgenland-Krone
Von Burgenland-Krone

Der Klangherbst in Stadtschlaining bringt ab Montag Konzerte, Kabarett und Literatur in die Friedensburg. Im Zuge des EU-Projekts „SCHTETTL“ wird das Programm um Workshops rund um den Stellenwert von Musik im Lebensalltag der Jüdinnen und Juden ergänzt.

Im Rahmen des EU-Projekts „SCHTETTL“ will man in der Friedensstadt eine multimediale Plattform zur Dokumentation, Archivierung und Nutzung des ehemaligen jüdischen Lebens erstellen. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die musikalischen Ausdrucksformen in der jüdischen Tradition gelegt werden und diese in Verbindung zum historischen Erbe der Region gestellt werden. „Bildungsarbeit und Bewusstseinsbildung zur Sensibilisierung des Themas sind gerade heute, in einer Zeit, in der antisemitische Vorfälle im Steigen begriffen sind, wichtig. Mehr noch, es besteht auch eine moralische Verpflichtung, diesem Erinnern und seiner Aufarbeitung entsprechenden Raum zu geben“, heißt es vom Verein Zukunft. 

Eine entsprechende Vermittlung dieser komplexen Inhalte finden im Zuge des Klangherbstes am 7. und 8. November im Rahmen von Workshops statt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im historischen Bereich, mit Musik aus dem frühen 16. Jahrhundert, die sowohl im weltlichen als auch im religiösen Bereich eingesetzt wurde. Dazu veranstaltet der Verein Zukunft Schlaining die „Tage jüdischer Kultur und Musik“ mit Konzerten in der Burg Schlaining.

Von Wagner-Trenkwitz bis Julia Stemberger
Am Montag, dem 6. November bringt Christoph Wagner-Trenkwitz Texte von Fritz Grünbaum, gemeinsam mit Georg Wacks und dem Ensemble Albero Verde: Grüß mich Gott - so der Titel mit Augenzwinkern und Humor.

Am Dienstag gastiert der Cellist Friedrich Kleinhapl erstmals auf Burg Schlaining mit dem Programm „About Mendelssohn“. Mit ihm auf der Bühne die Schauspieler Julia Stemberger und Michael Dangl, am Klavier begleitet Kim Barbier.

Am Mittwoch erklingt dann Streichermusik von Felix Mendelssohn, sein berührendes Oktett op. 20, das er mit 16 Jahren komponiert hat. Eingerahmt wird das Meisterwerk von Triosonaten des Salomone Rossi, der einer der ersten Komponisten war, der Musik für die Synagoge komponiert hat. Eine Diskussionsveranstaltung mit Markus Tiwald im Gedenken an die Novemberpogrome rundet das Festival am Donnerstag ab.

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