Kapazitäten fehlen
US-Bericht: “Heuer baut der Iran keine Atombombe mehr”
"Solange die Möglichkeiten des Iran zur Urananreicherung so begrenzt sind wie heute, dürfte das Land eine Entscheidung über den Bau von Atombomben kaum vorantreiben", schrieben die ISIS-Forscher. An der Position der Islamischen Republik dürfte sich heuer auch wegen der westlichen Sanktionen nichts mehr ändern.
Studie gegen "US-Linie"
Die ISIS-Studie entstand mit finanzieller Hilfe des staatlich geförderten überparteilichen US-Friedensinstituts. Das ISIS hatte im Atomstreit mit dem Iran die Regierungen der USA und anderer Länder beraten, Gründer David Albright gilt als anerkannter Experte. Die Untersuchung hebt sich von der heftigen Rhetorik der USA und ihrer Verbündeten ab, die unlängst ihre Sanktionen gegen den Iran verschärften. So verhängte die EU ein Öl-Embargo, das mit 1. Juli in Kraft treten soll (siehe Infobox).
"Sie halten sich alles offen"
Auch Vertretern der US-Regierung zufolge hat der Iran noch nicht über den Bau von Atomwaffen entschieden. Der größte Teil des iranischen Nuklearprogramms diene zivilen Zwecken, doch halte sich das Land alle Optionen offen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus diesem Personenkreis. Israelische und konservative Experten hatten dieser Einschätzung in der Vergangenheit widersprochen und erklärt, die iranischen Bemühungen seien so weit fortgeschritten, dass binnen Jahresfrist eine Bombe gebaut werden könne.







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