Noch ist nicht bewiesen, wer in Walding (Oberösterreich) in einen Hühnerstall eingebrochen und 200 Masthühner massakriert hat. „Dringend verdächtig“ ist ein oder mehrere Wölfe, doch es könnten auch Hunde gewesen sei. Kommissar DNA wird es zeigen, und die umstrittene Wolfsverordnung ist schon so gut wie unter „Dach und Fach“. Und unerwartet ist die Verteilung der Stellungnahmen dazu.
Totgebissen! 200 Masthühner lagen in und um einen mobilen Stall in Walding auf dem Boden, zehn bis 15 Stück fehlen. Des Hendlmassakers verdächtig: der Wolf. „Wir warten auf das DNA-Gutachten“, sagt Gottfried Diwold vom Agrarressort des Landes OÖ. An einen Fuchs als Täter glaubt man nicht wirklich, aber ein wildernder Hund könnte auch im Blutrausch gewesen sein. Die Legehennen im besser geschützten Nachbarstall kamen übrigens alle ungeschoren davon. Und es soll nicht der erste Vorfall am Tatort gewesen sein.
73 Berichte über Wolfsrisse und -sichtungen gibt es allein heuer in unserem Bundesland, die allerwenigsten sind mit Bildern oder Gen-Spuren eindeutig belegt. Dass Isegrim da ist, ist aber unbestritten. Und an der Grenze zwischen Salzburg und Oberösterreich bei Rußbach gab es am Sonntag auch Alarm: Zehn Lämmer wurden gerissen. In Salzburg zählt man seit Mai den sechsten Vorfall bei Nutztieren, in Oberösterreich wäre es, wenn sich in Walding der Wolf als Täter herausstellt, der dritte.
20 Stellungnahmen zur Verordnung
Am 26. Juni beschließt der Landtag die umstrittene Wolfsverordnung für Oberösterreich, damit könnten die bisher streng geschützten Raubtiere leichter entnommen, also bejagt werden. „Es gab 20 Stellungnahmen zur Verordnung, zehn positiv, acht negativ und zwei neutral“, heißt es aus dem Büro der zuständigen Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP). Die negativen sind wie zu erwarten von Naturschutzorganisationen gekommen, die positiven von Jägern, Landwirtschaft und Behörden, eine neutrale etwa vom Nationalpark.









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