Nach den bestätigten Wolfsrissen im Mühlviertel setzen nun viele Nutztierbesitzer auf verstärkte Sicherheitsmaßnahen. So soll eine zweite Barriere in Gramastetten zwölf überlebende Schafe schützen.
Das am Dienstag vom Land OÖ veröffentlichte DNA-Ergebnis zu den im März in Gramastetten getöteten zehn Kamerun-Schafen kam für die Besitzerin der Tiere nicht überraschend. „Wir sind immer davon ausgegangen, dass das ein Wolf war“, sagt die 45-Jährige (die anonym bleiben will) zur „Krone“.
Tiere sind verschreckt
Die zwölf überlebenden Tiere ihrer Herde sind seit dem Isegrim-Besuch noch immer enorm verschreckt. Besonders ängstlich verhielten sie sich aber am Ostersonntag. „Es war fast genauso, wie zwei Tage vor der Bissattacke“, so die Mühlviertlerin. Laut dem Wolfsbeauftragten Georg Schmidinger dürfte das Raubtier damals die Lage erkundet haben: „Wölfe sind hochintelligent, sie machen nichts überstürzt.“ In Gramastetten wählte der Beutegreifer eine Stelle neben der Zauntür aus, wo ein kleiner Erdhaufen war, um leichter über die Barriere zu hüpfen: „Dort haben wir seine Haare gefunden.“
Die Besitzerin hat ihr Gehege inzwischen mit einem zweiten, noch höheren Zaun verstärkt: „Wir hoffen sehr, dass wir vor Wölfen jetzt wieder Ruhe haben.“
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