Britische Analyse:

Russen kämpfen gegen Wassermangel in Ostukraine

Ausland
09.05.2023 12:42

In den russisch besetzten Gebieten in der Ostukraine droht nach britischen Geheimdiensterkenntnissen ein Wassermangel. Unter anderem sollen dafür auch fehlgeschlagene Versuche der Russen dahinterstecken, wichtige Versorgungslinien militärisch zu sichern. Den Angaben zufolge soll Wasserinfrastruktur beschädigt worden sein.

„Wasserknappheit ist seit der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 ein wachsendes Problem für das von Russland besetzte Donezk“, teilte das britische Verteidigungsministerium am Dienstag in seinem täglichen Geheimdienstbericht mit und verwies auf Aussagen der Machthaber in der selbst ernannten Volksrepublik Donezk. So sei der Siwerskyj-Donez-Kanal, der die Region hauptsächlich versorge, weiterhin weitgehend in ukrainischer Hand.

Ein ukrainischer Soldat an der Front, im Hintergrund sieht man über der Stadt Bachmut aufsteigenden Rauch. (Bild: APA/AFP/Dimitar DILKOFF)
Ein ukrainischer Soldat an der Front, im Hintergrund sieht man über der Stadt Bachmut aufsteigenden Rauch.

Beschädigte Infrastruktur
„Russische Kräfte haben wahrscheinlich versucht, den Kanal zu sichern, um die Wasserknappheit in Donezk zu verringern“, hieß es in London. Allerdings habe der massive russische Artillerieeinsatz im Kampf um die Stadt Bachmut vermutlich auch den Kanal, der durch die westlich gelegene Stadt Tschassiw Jar verläuft, und andere Wasserinfrastruktur beschädigt. Russland untergrabe damit seine eigenen Bemühungen, den selbst verursachten Wassermangel zu beheben, hieß es vom britischen Ministerium.

Wasserverteilung an die Zivilbevölkerung (Bild: APA/AFP/Genya SAVILOV)
Wasserverteilung an die Zivilbevölkerung

„Um den mangelnden Erfolg bei der Eroberung und Kontrolle des Kanals auszugleichen, baut Russland wahrscheinlich eine Wasserleitung, um die Wasserknappheit in der Stadt Donezk zu verringern“, hieß es weiter. Allerdings sei es höchst unwahrscheinlich, dass damit der eingeschränkte Zugang zu Wasser in den besetzten Regionen vollständig kompensiert werden könne.

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