Premiere in der Motocross-Staatsmeisterschaft für KTM-Pilotin Elena Kapsamer - als erste Frau fuhr sie in der MX2-Klasse gegen männliche Kollegen. Mit ihrer Leistung war die Oberösterreicherin aber nicht zufrieden.
„Ich glaub, das hat es bis jetzt nicht gegeben“, sagt Elena Kapsamer. Und auch die Austrian Motorsport Federation konnte in ihren Archiven nichts Vergleichbares finden. Womit die Schwanenstädterin wohl heimische Motocross-Geschichte geschrieben hat, als sie sich beim Staatsmeisterschaftslauf in Sittendorf in der MX2-Klasse 40 Männern stellte.
„Mein Ziel hab’ ich geschafft und mich für die Rennen qualifiziert“, sagt Elena, die bei ihrer Premiere in beiden Läufen zumindest fünf Fahrer hinter sich ließ, aber nicht wirklich zufrieden war. „Die Starts waren nicht gut und auch mit den Rennen war ich nicht wirklich glücklich!“
„Respekt war sehr groß“
Obwohl die 20-Jährige schon bei der Frauen-WM internationale Erfahrung sammeln konnte, zuletzt in der EM Fünfte wurde und im Jugendbereich gegen Jungs gefahren ist, war sie aber ob des Tempos und der Fahrweise ihrer männlichen Kollegen etwas angespannt. „Angst hatte ich keine, aber der Respekt war sehr groß. Die Jungs haben einfach körperliche Vorteile und fahren mit mehr Risiko“, so Elena, die durchwegs positive Rückmeldungen bekommen hat. „Aber es gibt auch sicher welche, die blöd über mich reden!“ Was ihr aber egal ist. Zumal sie für ihre Entwicklung weitere Starts bei den Männern plant.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.