Von zwei Teenagern

Anklage: Braut in der Hochzeitsnacht missbraucht

Gericht
30.03.2023 12:00

Weil ihr Gemahl aufgrund einer Impfreaktion nicht in Feierlaune war, lud eine Künstlerin aus Wien zwei junge Männer im Alter von 17 und 18 Jahren spontan in ihr Atelier ein. Eine Entscheidung mit fatalen Folgen.

Höchst ungewöhnlich, was da in der Hochzeitsnacht von Maria (Name geändert) im Februar 2022 in Wien passierte. Weil ihr Mann nach der Trauung an Impf-Nebenwirkungen litt, zog sich die Braut, eine Künstlerin, alleine in ihr Atelier zurück.

Einladung war spontane Entscheidung
„Sie hörte unten die zwei Herren lachen und beschloss spontan, die beiden vom Fenster aus einzuladen“, berichtet der Staatsanwalt und blickt auf die Angeklagten - in der Tatnacht 17 und 18 Jahre alt. Die Frau bot den jungen Besuchern Alkohol an, diese ihr später eine Droge in Tablettenform.

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Das Atelier war völlig verwüstet. Der immaterielle und auch der materielle Schaden sind beträchtlich.

Der Staatsanwalt in seinem Plädoyer

Tablette versetzte Frau in wehrlosen Zustand 
Der Einnahme folgt ein Blackout. Als die Frischvermählte wieder aufwachte, lag sie nackt am Sofa. „Das Atelier war völlig verwüstet“, so der Ankläger. Eine Rolex und weitere Dinge fehlten, Gemälde waren zerstört. Der materielle Schaden beläuft sich auf fast 10.000 Euro. Seit der besagten Nacht leidet die Frau an einer schweren Depression. 

Die Braut feierte alleine in ihrem Atelier, ehe sie zwei Männer auf der Straße lachen hörte und diese einlud. (Bild: vlntn - stock.adobe.com)
Die Braut feierte alleine in ihrem Atelier, ehe sie zwei Männer auf der Straße lachen hörte und diese einlud.

Angeklagter spricht von „einvernehmlichem Sex“
Dem nun angeklagten Duo wird unter anderem sexueller Missbrauch einer wehrlosen Person vorgeworfen, untermauert durch Spermaspuren des Zweitangeklagten. „Sie hat mich gefragt, ob ich Sex will. Ich willigte ein“, bekennt sich der Mann, wie auch sein Freund, nicht schuldig. Jedoch verstricken sich die Teenager im Prozess ständig in Widersprüche. Richterin Hannelore Bahr vertagt.

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