Di, 14. August 2018

Anträge ohne Chance

26.08.2011 10:23

Königshofers Suche nach Mitstreitern für "wilden Klub"

Der von der FPÖ aus dem freiheitlichen Klub geworfene Werner Königshofer denkt weiter nicht daran, sein Mandat im Nationalrat zurückzugeben. Er will weiter parlamentarisch aktiv bleiben und sucht aus diesem Zweck Mitstreiter. Denn als "wilder Abgeordneter" kann er keine Anträge einbringen.

Königshofer hat bei den Nationalratspräsidenten einen Entschließungsantrag abgegeben, in dem er unter anderem eine Finanztransaktionssteuer und ein Verbot von Leerverkäufen fordert. Das Problem für ihn: Ohne Unterstützung aus einem der Klubs kann er solch ein Schreiben eigentlich gar nicht einbringen.

Insgesamt vier Mitstreiter braucht er - und die werde er bis 21. September auch haben, kündigt er den Nationalratspräsidenten mit der Bitte, seinen Antrag in Evidenz zu halten, an. Vorläufig heißt es freilich noch vage: "Entschließungsantrag der Abgeordneten DDr. Werner Königshofer und weiterer Abgeordneter".

Ende Juli aus Partei ausgeschlossen
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hatte Königshofer Ende Juli aus der Partei ausgeschlossen, nachdem der 58-jährige Tiroler zunächst den Doppelanschlag von Norwegen mit dem Terror durch islamistische Fundamentalisten aufrechnete und schließlich in einem Kommentar die Opfer mit jenen von Abtreibungen verglich.

"Der Tiroler Nationalratsabgeordneter DDr. Werner Königshofer ist mit sofortiger Wirkung aus der FPÖ und dem freiheitlichen Parlamentsklub ausgeschlossen und erhält somit die Rote Karte aufgrund seines parteischädigenden Verhaltens", hatte Strache in einer Aussendung erklärt. Gegenüber der "Krone" sprach der FPÖ-Chef von "braunem Ruß", den Königshofer auf der Social-Networking-Plattform Facebook in seinen Freundeskreis aufgenommen hatte. Strache forderte Königshofer auch dazu auf, sein Nationalratsmandat zur Verfügung zu stellen.

"So en passant gehe ich nicht"
Eine Forderung, die der Tiroler umgehend zurückwies. "So en passant gehe ich nicht von der Bühne", sagte er vor vier Wochen. Königshofer erklärte, er könne den Rauswurf nicht nachvollziehen. Er sei seit 35 Jahren Freiheitlicher und seit 24 Jahren Parteimitglied. Nun sei für die FPÖ plötzlich Gefahr in Verzug. "Ich weiß nicht, in welche Gefahr ich sie gebracht habe."

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