Ukraine-Krieg

Zeman sieht Serbien und Österreich als Vermittler

Ausland
30.01.2023 19:36

Der scheidende tschechische Präsident sieht sowohl Serbien als auch Österreich als mögliche Vermittler im Ukraine-Krieg. Der 78-Jährige sagte am Montag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić in Belgrad, dass es von Vorteil sei, dass Serbien keine Sanktionen gegen Moskau eingeführt habe. Österreichs Vorteil wäre seine Neutralität.

Vučić betonte, Belgrad und Prag seien sich einig in der Verurteilung der russischen Invasion in der Ukraine und der Notwendigkeit, die territoriale Integrität der Ukraine zu respektieren. „Wir haben humanitäre Hilfe und Unterstützung (in die Ukraine) geschickt und werden dies auch weiterhin tun und uns am Wiederaufbau der ukrainischen Städte beteiligen“, erklärte Vučić.

Abschiedsbesuch des tschechischen Präsidenten Milos Zeman in Serbien bei Amtskollege Aleksandar Vučić (Bild: AP)
Abschiedsbesuch des tschechischen Präsidenten Milos Zeman in Serbien bei Amtskollege Aleksandar Vučić

Vučić bringt Doppelmoral in Kosovo-Frage ins Spiel
Er betonte, dass für Serbien „der Donbass, Saporischschja, Cherson und andere Regionen Teil der Ukraine“ seien und dass dies durch „UNO-Resolutionen, die Ordnung und die UNO-Charta“ respektiert werde. Er frage sich, warum andere Länder „die UNO-Ordnung und die Resolution 1244 nicht respektieren“, welche die territoriale Integrität Serbiens im Kosovo anerkenne.

Zeman entschuldigt sich im Namen Tschechiens für NATO-Bombardement
Zeman, der demnächst vom ehemaligen NATO-General Petr Pavel abgelöst wird, wählte Serbien für seinen letzten offiziellen Auslandsbesuch und bekräftigte, dass er sich für die Beteiligung der Tschechischen Republik an der Bombardierung der damaligen Bundesrepublik Jugoslawien durch die NATO im Jahr 1999 entschuldigt habe.

 krone.at
krone.at
Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele