Aktion abgeschaut?

Kölner Stadträtin klebte sich an Rednerpult fest

Ausland
09.12.2022 18:57

Die Kölner Stadträtin Nicolin Gabrysch hat sich am Donnerstagabend während einer Sitzung am Rednerpult festgeklebt. Sie begründete ihren Protest mit der Sorge um das Klima. Für viel Unruhe sorgte sie mit ihrer Aktion jedenfalls nicht: Die Sitzung konnte nach wenigen Minuten fortgesetzt werden.

Die Stadtpolitikerin hatte ihr eigenes Lösungsmittel dabei und wurde von einer Mitarbeiterin der Verwaltung dabei unterstützt, „sich wieder vom Rednerpult“ zu lösen. Das berichtete eine Sprecherin der Stadt Köln am Freitag. Nachdem Nicolin Gabrysch ihre Hand festgeklebt hatte, bat sie „um Solidarität aller Menschen hier im Saal, denen es angesichts der Drastik der Situation geht wie mir.“ Zuvor hatte sie sich zum Hitzeaktionsplan der Stadt zu Wort gemeldet, wie deutsche Medien berichteten.

Applaus von Teilen
Es könne und dürfe so nicht mehr weitergehen. „Deswegen sorge ich jetzt dafür, dass es zumindest hier und jetzt nicht wie üblich weitergeht“, sagte die deutsche Kommunalpolitikerin. Von Teilen des Stadtrats war daraufhin Applaus zu hören. Kritik kam unter anderem von der AfD, die ein Ordnungsgeld oder einen Ordnungsruf gegen Gabrysch forderte. Zudem sei die Sitzungsleitung über den Vorfall hinweggegangen. Sie soll gesagt haben, dass es ja ein zweites Rednerpult gebe.

Nach ein paar Minuten könnte ohnehin wieder alles beim Alten gewesen sein. Zumindest führte der Stadtrat seine Sitzung fort. In sozialen Netzwerken kursierten noch Videos von der Protestaktion.

Gabyrsch saß nach eigenen Angaben seit 2020 für die Wählergruppe Klima Freunde im Kölner Stadtrat. Am Donnerstag war jedoch die letzte Sitzung der Politikerin und bekennenden Klimaaktivistin. Die 30-Jährige, die auf ihren Social Media Kanälen zu Solidarität mit der Gruppe „Letzte Generation“ aufrief, gibt ihr Mandat weiter und will sich nun vorrangig um Digitalpolitik kümmern.

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