Jubiläumsjahr 2023

Stromkosten setzen die Linzer Museen unter Druck

Oberösterreich
06.12.2022 14:32

Die Linzer Museen Lentos und Nordico haben 2022 mit 58.000 Besuchern wieder 80 Prozent des Vor-Corona-Betriebes erreicht. Wer durch die Räume geht, merkt nichts von einer Energiekrise. Dennoch brauchen Lentos und Nordico Hilfe von der Stadt.

Wenn man im Lentos durch die Räume geht, ist es warm wie immer: „Nicht das Heizen ist das Problem, wir nutzen Fernwärme, die kaum teurer geworden ist“, sagt Gernot Barounig, kaufmännischer Direktor des Lentos. Dennoch hat er Sorgen, wenn er aufs kommende Jahr blickt: „Wir brauchen immer viel Strom für die Kühlung“, sagt er.

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Nach den ersten Vorboten im heurigen Jahr schlägt die Teuerungswelle 2023 voll zu - auch in den Linzer Museen.

gibt Gernot Barounig als Ausblick.

Gernot Barounig, Kaufmännischer Direktor der Museen der Stadt Linz. (Bild: Alexander Schwarzl)
Gernot Barounig, Kaufmännischer Direktor der Museen der Stadt Linz.

Strom ist größter Geldfresser
Aufgrund der explodierenden Energiekosten hat sich in Planungsszenarien ein Mehraufwand von 650.000 Euro errechnen lassen, drei Viertel davon werden Stromkosten fressen.
Aber die Stadt Linz wird für Lentos und Nordico 830.000 Euro zusätzlich lockermachen, damit die Museen ausgeglichen wirtschaften können.

Objekt aus der Avantgarde-Schau mit Haus-Rucker-Co: Günter Zamp Kelp / Haus-Rucker-Co, Stück Natur auf Dreifuß, 1973/2017 (Bild: Reinhard Haider, © Archiv Günter Zamp Kelp)
Objekt aus der Avantgarde-Schau mit Haus-Rucker-Co: Günter Zamp Kelp / Haus-Rucker-Co, Stück Natur auf Dreifuß, 1973/2017

Großes Doppel-Jubiläum
Insgesamt verfügen die Häuser über ein Jahresbudget von 5,2 Millionen Euro: „4,4 Millionen kommen von der Stadt, 800.000 aus Einnahmen“, rechnet Barounig vor. Damit will man auch das anstehende Jubiläumsjahr gut meistern: Das Lentos ist 20 Jahre alt, das Nordico schon 50 Jahre.

Schwester von „Hitlers Kunsthändler“
Im Programm setzt man auf spannende Personalen und Themenausstellungen. Ab 27. Jänner stellt man Jean Egger, einen Revolutionär der modernen Malerei vor, man kooperiert dabei mit Klagenfurt. Es folgen Personalen von Cornelia Gurlitt, der Schwester von „Hitlers Kunsthändler“ Hildebrand Gurlitt, sowie eine Präsentation des begnadeten Zeichners Anton Kolig, dessen Enkel Cornelius vor kurzem verstarb.

(Bild: Belvedere, Wien)

Architektur-Avantgarde im Herbst
Zum Jubiläumsfest am 25. Mai beginnt „Sisters & Brothers. 500 Jahre Geschwister in der Kunst“, eine Kooperation mit der Kunsthalle Tübingen. Im Herbst folgt eine Avantgarde-Schau mit Haus-Rucker-Co.

Ein Stück Linzer Geschichte: Der Zwerg in der Grottenbahn, der über Generationen Kinder faszinierte. Er stammt von Friederike Stolz. (Bild: Norbert Artner, Nordico Stadtmuseum Linz)
Ein Stück Linzer Geschichte: Der Zwerg in der Grottenbahn, der über Generationen Kinder faszinierte. Er stammt von Friederike Stolz.

„Blind Date“ mit Stadtgeschichte
Das Nordico wird vor allem seine Sammlung neu inszenieren, einer der Höhepunkte im Ausstellungsjahr nennt sich „Blind Date“, bei dem „unbekannte“ Bestände in ein neues Licht gerückt werden.

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