Schritt für Schritt kommt man voran: Eine heikle Lohnrunde nach der anderen wird vereinbart, nach harten Verhandlungen und auch zahlreichen Drohungen. Aber immerhin, da hat die Sozialpartnerschaft funktioniert. Sie hat ihren Preis, und der ist im vorliegenden Fall ziemlich hoch. Es sind quasi „historische“ Abschlüsse, die man nicht so bald wieder sehen wird. Nicht zu Unrecht gilt die Sozialpartnerschaft als „sublimierter Klassenkampf“.
Egal, ob Metaller, Sozialdienste oder Beamte: Die Inflation trifft alle, daher ist ein gewisses Verständnis für die Forderungen gegeben. Jeder zu hohe Abschluss allerdings würde Job-Verluste bewirken, das wird auch diesmal so sein.
Wie geht es bei den nächsten Runden im Handel und bei den Eisenbahnern weiter? Der Handel hat in vielen Bereichen unter den Corona-Auflagen brutal gelitten, etwa bei der Mode. Hand aufs Herz: In vielen Handels-Branchen sind die Erträge, wenn überhaupt, mickrig klein. Für einen Hurra-Abschluss fehlt das Geld.
Und bei den Eisenbahnern? Da wird vom Möchtegern-Gewerkschaftspräsidenten in spe, Hebenstreit, der Lohnkonflikt freudig angefacht. Mehr und noch mehr lautet die Devise.
In die Bahn fließen Jahr für Jahr viele staatliche Milliarden Euro, Lohnforderungen, die weit über jenen der Metaller liegen, lösen in der Öffentlichkeit Kopfschütteln aus. Noch dazu, wo sie letztlich aus Steuergeldern abgedeckt werden müssten . . .










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