Streit um Störe

Kurioser Kaviar-Krimi beschäftigt die Polizei

Burgenland
20.11.2022 06:00

Zwei Störe verschwanden aus einer Fischzucht im Burgenland und tauchten just bei der Konkurrenz wieder auf. Nun wird gestritten.

Wenn Weihnachten vor der Tür steht, haben die Störzüchter eigentlich Hochsaison. Doch zwei Kaviarproduzenten aus dem Burgenland plagen aktuell ganz andere Sorgen. Es ist ein Kaviar-Krimi, der mittlerweile sogar die Polizei beschäftigt – und sich durchaus das Prädikat „kurios“ verdient.

Beide Züchter erhielten Hinweis
Vor drei Wochen bekam Züchter S. einen Anruf. Zwei Weiße Störe, einer 40, der andere 60 Kilo schwer, stünden in einer aufgelassenen Halle zum Verkauf. S. schlug zu, zahlte für die Prachtexemplare und Material wie Becken und Dachpaneele 4000 Euro. Auch 15 Kilometer entfernt bekam Kaviarproduzent Jan K. einen Hinweis: Zwei seiner Störe seien gestohlen worden.

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Die beiden Störe sind in seinem Becken gewesen. Vielleicht wurde aber auch er selbst gelegt.

Kaviarproduzent Jan K. ist verwirrt.

Mit der Polizei machte sich Jan. K. auf den Weg zu Konkurrent S. Und siehe da: Die Fische zappelten in dessen Teich. Nun fühlt sich K. bestohlen. „Er muss wissen, dass wegen des geltenden Artenschutzabkommens nachvollziehbar sein muss, wo der Fisch herkommt“, schimpft er.

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Ich werde in der Sache als Dieb hingestellt. Dabei bin auch ich der Geschädigte. Ich habe 4000 Euro bezahlt.

Fischzüchter S. will nichts gestohlen haben.

Polizei am Zug
Sein Kontrahent muss sich währenddessen von der Polizei befragen lassen. Diebstahl weist S. im „Krone“-Gespräch von der Hand. Er habe die Fische angeboten bekommen, ehrlich dafür bezahlt. Stehlen würde er nie, aber: „Wenn es seine Fische sind, sind es seine.“ S. rechne damit, auf dem Schaden sitzen zu bleiben. Den Kaviar-Krimi muss jetzt die Polizei lösen ...

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