Das „Wirtshaus Zillingtal“ ist die einzige Gaststätte in der 1000-Einwohner-Gemeinde. Pächter Ronny Voglhuber nimmt den Kampf gegen das Zusperren auf, Ortschefin Eva Karacson sagt Unterstützung zu.
Zillingtal im Bezirk Eisenstadt-Umgebung ist nicht unbedingt gesegnet mit Attraktionen – kein Supermarkt, keine Trafik, kein Schwimmteich. Nun rauft auch noch der einzige Wirt ums Überleben im Ort, der in den vergangenen Jahren aufgrund der Nähe zu Wien auf 1000 Einwohner angewachsen ist. Was tun?
Warten auf die nächste Wahl?
Das „Wirtshaus Zillingtal“ ist im Besitz der Gemeinde und wurde von Ronny Voglhuber 2019 gepachtet. In den zwei Jahren zuvor hatten drei Gastronomen ihr Glück versucht und waren gescheitert. „Es muss was geschehen“, sagt Voglhuber, „ich kann nicht warten, bis wieder eine Wahl ist oder einer stirbt, bis ich ein gutes Geschäft mache.“ Also probiert er es, wie auch im ebenfalls gepachteten „Lakeside“ am Steinbrunner See, entgegen der Teuerung mit unterdurchschnittlichen Preisen für die Speisen, mit Gerichten für „Essen auf Rädern“ und wöchentlichen Salsa-Abenden. Aber:
„Irgendwann geht sich das alles nicht mehr aus.“ Die neue Ortschefin Eva Karacson (SPÖ) weiß um die Zuverlässigkeit des Wirten und die Bedeutung des Gastronomiebetriebs in ihrer Gemeinde. Sie sagt Unterstützung zu. „Eine Ortschaft ohne Gasthaus ist keine Ortschaft. Wir werden schauen, dass wir rasch eine längerfristige Lösung finden, die uns alle glücklich macht.“








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