Die Politik überlegt die Linzer Nibelungenbrücke „umzurüsten“ - eine Verkehrsflussanalyse, die nun von Stadt und Land gemeinsam in Auftrag gegeben wird, soll zeigen, was passiert, wenn man auf der Donauquerung zwei Fahrspuren für den Radverkehr freigibt.
Mit ihrer Forderung nach einer autofreien Nibelungenbrücke hatte Grünen-Klimastadträtin Eva Schobesberger Anfang dieser Woche für Gesprächsstoff gesorgt. Warum auch immer – denn im Gespräch mit der „Krone“ hatte sie bereits vor über zwei Jahren – siehe Faksimile – gemeint: „Man darf ruhig größer denken. Wenn alle Brücken einmal fertig sind, sollte man die Nibelungenbrücke autofrei machen.“
Wie schon damals steht sie allerdings mit ihrem Ansinnen relativ allein da. Aber: Immerhin wurde im gestrigen Stadtsenat ein einstimmiger Beschluss für eine Verkehrsflussanalyse gefasst. Diese kostet knapp 70.000 Euro und wird 50:50 von Stadt und Land finanziert. Anhand dieser Simulation werden die Verkehrsflüsse untersucht, um die Frage zu beantworten: Was passiert, wenn man auf der Donauquerung pro Fahrtrichtung jeweils einen Autofahrstreifen durch eine Radfahrspur ersetzt? Im Hinblick auf die Westringbrücke werden weiters vor allem auch die Verkehrsströme primär an der Südseite der Donau analysiert.
Die utopischen Diskussionen über eine autofreie Nibelungenbrücke erkläre ich hiermit offiziell für beendet.
Günther Steinkellner, FP-Verkehrslandesrat
VP-Stadtvize Martin Hajart: „Neun Kreuzungen werden in der Simulation untersucht, das Für und Wider einzelner Lenkungsmaßnahmen beurteilt.“ Auch FP-Verkehrslandesrat Günther Steinkellner zeigt sich mit der Entscheidung für die Verkehrsanalyse zufrieden und betont: „Die utopischen Diskussionen über eine autofreie Nibelungenbrücke erkläre ich hiermit offiziell für beendet.“
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