Die Meinungen darüber, ob Österreich die nächsten Monate ohne eine kurze Rezession übersteht, sind geteilt. Doch über eines sind sich die Experten einig: In den nächsten Jahren wird es nur ein bescheidenes Wirtschaftswachstum geben in der Größenordnung von einem Prozent.
Dafür werden vor allem die Energiepreise verantwortlich gemacht. Zwar wird Öl wohl wieder billiger werden. Doch die Strom- und Gaspreise dürften auf einem deutlich höheren Niveau bleiben. Da werden wir noch länger zum Teil das Vier- bis Fünffache zahlen im Vergleich zu 2020.
Bevor jetzt das kollektive Jammern über den bösen Putin einsetzt, sei eines in Erinnerung gerufen: Wir waren über viele Jahre zu verwöhnt, was die Ausgaben für Energie betrifft. Strom und Gas wurden kaum teurer. Das betraf sowohl die Haushalte als auch die Industrie.
Die Ölpreise schwankten zwar, doch zwischendurch konnte man um weniger als einen Euro pro Liter tanken. Die Inflation war generell sehr niedrig, aber die Energiepreise legten eine Zeit lang gar nicht oder nur sehr bescheiden zu.
Aus dieser Komfortzone haben wir uns jetzt verabschiedet. Der Schock war groß, weil es durch den Ukraine-Krieg absurde Ausreißer nach oben gab. Doch die „Normalisierung“ bedeutet, dass höhere Energiepreise bleiben werden. Darauf müssen wir uns einstellen. Denn man kann nicht erwarten, dass wie in der Planwirtschaft der Staat auf Dauer Haushalte und Betriebe subventioniert.










Kommentare
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).