Die höheren Baupreise in Österreich sorgen dafür, dass nach dem Rekord von 2021 die Zahl der fertiggestellten Projekte heuer deutlich zurückgeht, obwohl der Wohnbedarf hoch bleibt. Dafür sorgten auch Zuwanderer wie z.B. ukrainische Flüchtlinge, die sich private Quartiere suchten.
Der Aufwärtstrend im Neubau erreichte im Jahr 2021 seinen Höhepunkt: Da wurden 71.200 Wohnungen in Österreich errichtet, so viele gab es seit den 80er-Jahren nicht mehr. In absoluten Zahlen wurde in Wien am meisten gebaut, pro Kopf in Tirol.
Doppelt so viel wie in Deutschland
Doch der Boom, der 2018 mit 68.993 neuen Einheiten begonnen hatte, geht heuer zu Ende. Gemessen an der Einwohnerzahl wurde in Österreich doppelt so viel gebaut wie in Deutschland. Doch die gestiegenen Preise sorgen für Zurückhaltung bei den Bauträgern. Experte Wolfgang Amann (ibw): „Wir rechnen für 2022 nur mehr mit 60.000 bis 65.000 Neuerrichtungen.“ Erste Prognosen gehen auch für 2023 von einem leichten, weiteren Rückgang aus.
Bedarf gäbe es noch genug
Es sind nicht nur private, die weniger bauen. „Auch die gemeinnützigen Gesellschaften haben zunehmend Probleme, zu den aktuellen Kosten die Vorgaben der Wohnbauförderung zu erfüllen“, weiß Amann. Bedarf gäbe es noch genug. Die Preise für Eigentum würden nach dem starken Anstieg der vergangenen Jahre nur noch moderat wachsen. Die Mieten hingegen sind aufgrund der Inflation heuer kräftig in die Höhe geschnellt.
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