„Krone“-Kommentar

Die Pleite des Krypto-„Krösus“

Wirtschaft
15.11.2022 06:00

Vor Kurzem galt Sam Bankman-Fried, 30 Jahre jung, als einer der reichsten Männer der Welt: Die von ihm 2019 gegründete Krypto-Börse FTX wurde auf einen Wert von 32 Milliarden US-Dollar geschätzt. FTX galt als tolle Plattform für Bitcoin & Co., eine Rakete zum Reichwerden für alle Mutigen.

Inzwischen ist die „Rakete“ verglüht, die Krypto-Börse FTX und mit ihr 130 Firmen der FTX-Group. Selbst Geld-Profis wie Softbank oder Black Rock haben seit 2009 mehr als zwei Milliarden Dollar bei FTX eingezahlt. Sie haben zu spät erkannt, dass der smarte Firmengründer, der in einer WG wohnt und einen bescheidenen Mittelklassewagen fährt, Gelder für einen maroden Fonds von ihm abgezweigt haben dürfte.

Kurios ist, dass ausgerechnet Sam Bankman-Fried den Krypto-Markt salonfähig machen wollte. Er spendete heuer 40 Millionen Dollar für die Demokraten und weitere Millionen an die Republikaner. Bitcoin & Co. sollten als „Währung“ der Zukunft etabliert werden. Jetzt ist die Pleite perfekt, zurzeit sucht man nach einer Milliarde Dollar, die verschwunden ist. Aber das dürfte erst der Anfang sein.

An dieser Stelle wurde mehrfach vor dem hohen Risiko bei Krypto-Anlagen gewarnt. Nicht zu Unrecht, wie man jetzt sieht. „Es tut mir wirklich leid“, postete der in die Pleite geschlitterte Ex-Milliardär. Darum werden sich die Anleger nichts kaufen können, die dem verhinderten Weltverbesserer blind gefolgt sind . . .

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