Strafen für Teenager

„13-Jährige einsperren löst das Problem nicht“

Oberösterreich
12.11.2022 10:00

Wie bekommt man kriminelle Unmündige in den Griff? Diese Frage beschäftigt Politik und Behörden nach den jüngsten Vorfällen mit Jugendlichen in Oberösterreich. Die FPÖ will schon früher strafen, SPÖ und Grüne sind dagegen.

Krawalle in der Halloween-Nacht, 13-Jährige, die Taxilenker überfallen und mit dem Auto davonrasen: Jugendliche haben in den vergangenen Tagen die Exekutive auf Trab gehalten. Wie berichtet, ist die Handhabe schwierig: Die Täter können gesetzlich nicht zur Rechenschaft gezogen werden, weil sie großteils noch strafunmündig sind.

„Nicht auf Knopfdruck reparieren“
Was kann man also tun, um das Problem in den Griff zu bekommen? Damit beschäftigte sich am Donnerstag eine Fallkonferenz mit der Polizei und relevanten Behördenvertretern. Details aus dem Treffen würden nicht öffentlich gemacht, sagt der neue Landesrat für Kinder- und Jugendschutz, Michael Lindner (SPÖ).

Es habe sich aber herausgestellt, dass die Taten der Teenager „Resultat ihrer Lebensgeschichte“ seien. Eine rasche Lösung werde es demnach nicht geben, „weil sich traumatisierte Jugendliche nicht auf Knopfdruck reparieren lassen“, sagt Lindner.

Frühere Strafmündigkeit?
Die Strafmündigkeit herabzusetzen, wie es die FPÖ am Donnerstag zur Diskussion gestellt hat, oder die Kinder im Heim einzusperren, „löst laut Experten das Problem nicht, sondern konserviert oder verschlimmert es“. Ähnlich argumentiert die Jugendsprecherin der Grünen, Anne-Sophie Bauer: „Laut Erkenntnissen der Kriminologie verhindern höhere Strafandrohungen keine Jugendkriminalität.“

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