Futter, Katzenstreu und Energie: Teuerungen treffen das Linzer Tierheim voll. „Wir können nicht mehr sparen, nirgends“, verrät Marlies Zachbauer, Präsidentin des OÖ Landestierschutzvereins, der die Tierheime in Linz und Steyr betreibt.
Zuerst ist es nur vereinzeltes Bellen. Aber bald kann man gar nicht mehr ausmachen, aus welcher Richtung der Lärm kommt: Je näher Marlies Zachbauer den Vierbeinern im Hundehaus kommt, umso stärker steigt der Geräuschpegel.
30 Hunde sind im Linzer Tierheim untergebracht, 60 (oft sind es noch mehr) Katzen - es sind Findlinge, Trennungstiere, und manchmal ist auch eine Allergie des Besitzers schuld, dass der Vierbeiner hier gelandet ist.
Wir finanzieren unseren Betrieb zu 80 Prozent selbst. Hoffentlich geht die Spendenbereitschaft jetzt nicht zurück.
Marlies Zachbauer, Präsidentin des OÖ Landestierschutzvereins
Wie der Betrieb in der Mostnystraße mit der aktuellen Teuerungswelle umgeht? Zachbauer - Präsidentin des OÖ Landestierschutzvereins, der die Tierheime in Linz und Steyr betreibt - schnauft hörbar. Katzenstreu kostet mehr, das Futter ebenfalls. „Wir brauchen außerdem oft Spezialfutter, weil wir sehr viele kranke Tiere haben oder welche, die Unverträglichkeiten entwickeln“, so die 45-Jährige.
„Können nicht mehr sparen, nirgends“
Dazu kommt die Preisspirale bei der Energie. Beim Tierheim in Linz wurde erst vor einem Jahr die Gasheizung erneuert. „Wir können nicht mehr sparen, nirgends“, sagt Zachbauer, „wir konnten ja eh nie große Schritte machen, auch unsere Gehaltsstruktur ist nicht spannend“. Nächstes Jahr soll die Hundekrankenstation neu gebaut werden.
„Ohne Erbschaften würde es nicht gehen“
Wie sich der Betrieb finanziert? „Vor allem durch Spenden. Wir machen einen Flohmarkt. Ohne Erbschaften, bei denen Menschen uns Geld vererben, würde es nicht gehen.“ Dazu packen viele ehrenamtliche Helfer mit an - wie etwa jene, die das Gassigehen mit den Hunden übernehmen.
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