Ein Prozess um versuchten schweren Raub samt Handeln wie auf einem Basar: Mit einem Kebap-Messer sollen drei Angeklagte versucht haben, einen Bekannten zu überfallen. Jetzt wird um das Alter der drei im Wiener Landesgericht gestritten.
Wie alt sind sie denn nun wirklich, die drei Angeklagten, denen der Staatsanwalt in Wien versuchten schweren Raub vorwirft - an einem Bekannten, mit einem 54 cm langen Kebap-Messer.
Feilschen wie auf einem Basar
Jugendlich wollen zwei von ihnen sein, der eine mit über 2 Meter Körpergröße und tiefer Stimme. Er ist der, der auch gleich zugibt, einen falschen Namen und ein falsches Geburtsdatum genannt zu haben. Der Dritte im Bunde bleibt dabei: Er sei 2007 geboren. Der Gutachter bewies das Gegenteil, der Richter glaubt’s auch nicht - und dann beginnt ein Feilschen wie auf einem Basar um das tatsächliche Alter. „Können Sie anbieten, zumindest 20 Jahre alt zu sein?“, versucht es Richter Allmayer. Ja, das geht
Mein Mandant kann froh sein, dass er lebendig hier sitzt. Er sprang aus dem dritten Stock aus Angst vor der Polizei.
Strafverteidiger Christian Werner
„Nur gestritten, ohne Messer“
Einig ist man sich auch, dass man nicht schuldig ist. Da will der Erstangeklagte den Drittangeklagten plötzlich nicht kennen. Und hat eine gute Entschuldigung: Er ist nämlich (auch) auf den Kopf gefallen, beim Sprung aus dem Fenster, als die Polizei an der Tür hämmerte, hinter der „nur gestritten, ohne Messer“ wurde. Um Geld. Warum der Sprung? Er hatte keine oder falsche Papiere. Es wird vertagt.









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