„Ich glaube, ich habe Aggressionsprobleme“, sagt der Angeklagte im Wiener Landesgericht. Die Messerattacke war nur eines der Gewaltdelikte auf einer langen Liste: Die Anklage lautet neben versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung auch gefährliche Drohung, Sachbeschädigung und Körperverletzung.
Dass der 19-Jährige ein Aggressionsproblem hat, räumt er vor Richterin Alexandra Skrdla in Wien ein. Er hatte im April einen Platz zum Schlafen gebraucht und stand bei seinem Bruder vor der Tür. Wegen seiner Drogensucht und problematischen Persönlichkeit schickte der ihn weg. Da soll der 19-Jährige die Wohnung zertrümmert und ein Messer gezückt haben.
Bruder kann Messerattacke abwehren
„Der Bruder ist Berufssoldat und nahkampferprobt“, so der Staatsanwalt. Er konnte den Angriff abwehren. Aus den anfänglichen Ermittlungen wegen versuchten Mordes resultiert nun eine Anklage wegen versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung. „Ich hatte ein Messer, aber ich hab nicht zugestochen“, so der junge Mann. Sein Bruder möchte nicht gegen ihn aussagen.
Mehrere Gewaltdelikte angeklagt
Das war nicht der einzige Vorfall: Einen Ticketkontrolleur habe er ins Gesicht geschlagen, drei Mädchen geohrfeigt und getreten und weitere Zufallsopfer attackiert. Weil nicht alle Zeugen erscheinen, wird vertagt!
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.