Die OMV hat bekanntlich einen langfristigen Liefervertrag mit der Gazprom. Es wurde schon oft kritisiert, dass es sich dabei um einen „Take or Pay“-Vertrag handelt. Das bedeutet, der österreichische Abnehmer muss auch zahlen, wenn er das Gas nicht haben will, sonst wird er vertragsbrüchig. Derzeit ist es andersherum: Die Russen liefern nur 30 Prozent der bestellen Menge zu uns, nach Deutschland gar nix. Das bedeutet, dass sie den Vertrag nicht einhalten. Hat das irgendwelche Folgen?
Klagen wohl sinnlos
Ein deutscher Händler, dem es ähnlich ergeht, prüft bereits eine Klage. Bei der OMV lautet die offizielle Version, man sehe sich „die Verträge genau an“. Doch man weiß natürlich zweierlei: Wenn man die Gazprom durch rechtliche Schritte verärgert, könnte eine Reaktion sein, dass sie noch mehr abdrehen. Abgesehen davon wäre es bei der aktuellen politischen Lage und den Sanktionen wohl unrealistisch, dass man seine Ansprüche irgendwo rechtlich durchsetzen könnte.
Geld in Sibirien
Die OMV ist auch noch immer an einem Gasfeld in Sibirien beteiligt. In der Bilanz musste sie das bereits abschreiben. Doch natürlich stünde ihr weiter ihr Anteil am Gewinn zu. Der betrug zuletzt pro Jahr 200 Millionen Euro, das war aber vor der Explosion der Gaspreise. Heuer wäre es wohl ein Vielfaches. Doch Putin hat schlicht ein Gesetz erlassen, dass Unternehmen aus feindlichen Staaten (dazu zählt die EU) keinen Anspruch haben.









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