Als Helfer auf einer Drogenfarm hatte ein 33-Jähriger bei der Aufzucht und Ernte von mehr als 60 Kilo Marihuana mitgeholfen. Er fasste zwei Jahre und sechs Monate Haft aus.
Job verloren, mit 70.000 Euro in der Kreide und drei unterhaltspflichtige Kinder zuhause. Ein paar Handwerkerjobs, die ein paar Euro einbringen, das war es. Alles in allem eine trostlose Situation, in der sich der Angeklagten 2019 befindet.
Lukrativer Job auf Marihuana Plantage
Da bietet ein Freund ein lukratives „Jöble“ als Helfer auf seiner Indoor Marihuana Plantage und stellt 2000 Euro pro Ernte in Aussicht. Ein Zubrot, das dem in Privatkonkurs befindlichen Vater gelegen kommt. Bis zum Sommer 2020 kassiert er für drei Ernten 6000 Euro. Bei der vierten geht er aufgrund des schlechten Ertrages finanziell leer aus.
Als die Plantage ausgehoben wird, hagelt es Anzeigen. Auch eine gegen den 33-jährigen Unterländer. Bei der Polizei zeigt sich der Mann kooperativ und trägt zur Klärung des Sachverhalts bei.
Reumütiges Geständnis
Am Landesgericht Feldkirch muss er sich dennoch wegen Suchtgifthandels und unerlaubtem Umgangs mit Suchtgift verantworten. Konkret wird ihm eine untergeordnete Rolle bei der Erzeugung von mehr als 60 Kilo Marihuana vorgeworfen beziehungsweise 47 Kilo, bei denen es beim Versuch blieb.
Sein umfassendes und reumütiges Geständnis sowie die Tatsache, dass sich der Mann zur Rückkehr von der Türkei, wo er einen Drogenentzug erfolgreich absolvierte, der Verhandlung stellte, schlugen sich im nicht rechtskräftigen Urteil nieder: Zwei Jahre und sechs Monate Haft lautete der Richterspruch. Weil der bislang Unbescholtene einen Job als Hilfsarbeiter hat, wird nun ein Antrag auf Verbüßung der Strafe mittels Fußfessel gestellt.









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