Spannung verspricht die Wahl im Bezirksvorort Jennersdorf: Neben den bisher bereits im Gemeinderat vertretenen Fraktionen kandidiert dieses Mal auch die impfkritische MFG.
Bürgermeister Reinhard Deutsch, Spitzenkandidat der Bürgerliste JES, hält mit seiner Fraktion derzeit sieben Mandate. Vor fünf Jahren eroberte er überraschend den Chefsessel. Ziel ist nun, ein Zugewinn an Mandaten, „damit wir ordentlich arbeiten können, denn es gibt noch mehr als genug umzusetzen“, lautet seine Devise.
ÖVP für Miteinander
Die ÖVP Jennersdorf, die über Jahrzehnte hinweg dominierende Kraft war, hat aktuell zehn Mandate. Vize-Stadtchefin Gabi Lechner will den Bürgermeistersessel zurückgewinnen und die Mandatszahl ausbauen. Das Miteinander ist ihr besonders wichtig: „Das ist unser Ziel, denn wir wollen für Jennersdorf arbeiten.“
Bei fünf Mandaten und somit drittstärkste Fraktion steht die FPÖ mit Michael Kristan: „Wir haben ein komplett neues Team. Von der Stimmung her erwarte ich einen Zugewinn“. Kontrollpartei und Sprachrohr der Bürger sowie der Einzug in den Stadtrat steht am Programm.
Neuer Roter
Neu ist der SPÖ-Spitzenkandidat Milan Nemling. Er sieht in der Gemeindepolitik teilweise gute Ansätze, aber auch viel ungenütztes Potential. Gemeinsam mit Oliver Stangl will er für frischen Wind und einen neuen Stil sorgen. Themen sind Maßnahmen gegen die Teuerung, die Einrichtung eines Gemeinde-Hilfsfonds und eines Sozialmarktes sowie der Klimaschutz.
Seit nunmehr 25 Jahren sind auch die Grünen im Jennersdorfer Gemeinderat vertreten. Für Spitzenkandidatin Hanna Freudelsberger-Sagl ist oberstes Ziel, „das Mandat zu halten, um eine transparente Gemeindepolitik weiter garantieren zu können.“
MFG bei Wahl
Neu im Rennen um die Mandate ist Maria Elisabeth Deutsch von der MFG. Mit dem Einzug in den Gemeinderat will sie das Miteinander fördern: „Im Moment ist es so, dass die Gemeinderäte nicht zusammenarbeiten und so wichtige Entscheidungen nicht getroffen werden können“, lautet ihr Befund.
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