Die Zufallsgewinne: Es gibt beim Strom Produzenten, die gar nichts dafür können, dass sie sich heuer eine goldene Nase verdienen. Diese „Zufallsgewinne“ aus dem Verkauf von billig erzeugtem Strom an Haushalte betragen laut Berechnung von Durchblicker heuer 4,4 Milliarden Euro. Der größte Anteil entfällt natürlich auf die Wasserkraft, die durch die Preisbindung an das Gas („Merit-Order“) viel teurer verkauft wird als früher. Doch es gibt noch andere Profiteure.
Günstiger Wind: Ins Fäustchen lachen sich auch die (großteils privaten) Betreiber von Windrädern. Denn bis vor Kurzem musste ihre Stromerzeugung mit Steuergeld gefördert werden, damit sie am Markt verkauft werden konnte. Über eine Dauer von 13 Jahren erhielten sie 90 € je Megawattstunde vom Staat, sodass ein gewisser Ertrag garantiert war. Mittlerweile liegt der durchschnittliche Börsepreis aber bei über 350 €, sodass die Anbieter keine Unterstützung mehr brauchen, sondern ganz schön abkassieren können.
Wie kassiert wird: Die AK hat dazu eine Berechnung angestellt anhand des US-Konzerns countourGlobal, der in Österreich Windräder betreibt. Pro Megawatt (MW) Leistung betrug der Ertrag (dank der Förderung) früher 115.000 €. Da der Börsenpreis auf mehr als das Dreifache der Förderung gestiegen ist, werden nun über 380.000 € verdient. Bei der erwähnten Firma, die in Summe 155 MW Kapazität hat, ergäbe sich laut AK ein „Zufallsgewinn“ von über 40 Mio. €, den man ordentlich besteuern sollte.








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