Es ist konjunkturell derzeit ein Tanz auf der Rasierklinge: Putin dreht am Gashahn, mal mehr, mal weniger. Und keiner weiß, wie es weiter geht.
„Die Optimisten haben das Flugzeug erfunden, die Pessimisten den Fallschirm“, so lautet ein Börsenspruch, der aktueller denn je geworden ist. Während normalerweise an den Kapitalmärkten die Optimisten den Ton angeben, sind derzeit die Fallschirme vergriffen: Von Monat zu Monat werden die Wachstumsprognosen reduziert, dafür aber steigen die Inflationszahlen weiter hoch.
Politisch und wirtschaftlich tickt eine Zeitbombe. Ökonomisch droht ein Abrutschen in die Rezession, ein Wohlstandsverlust im heurigen Herbst ist sicher. Diesen Stachel haben wir Putin zu verdanken.
Mehr noch: Wenn die Bocksprünge beim Gaspreis weiter anhalten, droht nach der Energiekrise möglicherweise auch eine Finanzkrise. Bei der Absicherung der Transaktionen geht es nicht um Millionen, sondern um Milliarden. Man kann sich ja bei der Wien Energie erkundigen. Wie lange schaffen das die Banken?
Dazu kommt eine mögliche Pleitewelle der Betriebe: Die Vervielfachung der Energiekosten ist nicht mehr zu stemmen, da braucht es eine Überbrückungshilfe „von oben“, sprich vom Staat. Keine Dauer-Subvention, aber Geld, um die Spitzenbelastung zu überstehen.
Wer da zu spät hilft, hat nicht verstanden: Derzeit sind Fallschirme gefragt . .
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.