03.08.2022 10:44 |

Treffen mit „Freund“

Orban bei Trump: „Frieden nur mit starken Führern“

Die umstrittene Rede des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban vor Anhängern in Rumänien mit Thesen über „Rassenvermischung“ hat auch in den USA für Entrüstung gesorgt. Aus dem Außenministerium in Washington hieß es, die Aussagen seien „unverzeihlich“. Es gibt aber auch Fans in den USA. Und vor solchen wird Orban im Rahmen einer Konferenz der Republikaner in Texas, die am Donnerstag beginnt, ebenfalls eine Rede halten. Zum Aufwärmen traf der Regierungschef Ex-Präsident Donald Trump.

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Er tauschte sich mit dem 76-Jährigen unter anderem auch über den Ukraine-Krieg aus. Orban betonte nach dem Gespräch, man sei sich darüber einig, dass es Frieden in der Ukraine geben müsse. Dieser könne aber „nur durch starke Führer erreicht werden“. „Daher ist es in unserem Interesse als Nachbarn der Ukraine, dass die USA stark sind. Die Zusammenarbeit mit Trump war in der Vergangenheit gut. Wir hoffen, dass sie auch in der Zukunft so sein wird. Ich wünsche ihm viel Erfolg“, erklärte Orban in einem Video auf seiner Facebook-Seite und merkte an, die USA seien ein wichtiger Verbündeter Ungarns.

Trump: „Nur wenige wissen, was heute in der Welt passiert“
Trump selbst streute seinem Gegenüber auf seiner eigenen Social-Media-Plattform Truth Social ebenfalls Rosen: „Es war eine schöne Zeit mit Viktor Orban. Wir besprachen viele interessante Themen. Nur wenige Menschen wissen darüber Bescheid, was heute in der Welt passiert.“ Der Republikaner sagte auch, man habe mit der ungarischen Delegation den Wahlsieg Orbans im April gefeiert.

„Lassen wir den Mann sprechen“
Nach dem Treffen in New Jersey begibt sich Orban nun nach Dallas im US-Bundesstaat Texas, wo er bei der Conservative Political Action Conference (CPAC) als einer von mehreren ausländischen Gastrednern auftreten wird. Die CPAC, die jährlich abgehalten wird, gilt als größtes Treffen konservativer Aktivisten und Politiker der Welt. Neben Orban finden sich in der Rednerliste neben bekannten US-Konservativen auch Namen wie Eduardo Bolsonaro (Sohn des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro) oder Nigel Farage (Gründer der Brexit-Partei, der auch Vorsitzender mehrerer EU-skeptischer Fraktionen im EU-Parlament war).

Zu den umstrittenen Aussagen Orbans am 23. Juli im rumänischen Kurort Baile Tusnad sahen sich auch die Veranstalter in Dallas zu einer Stellungnahme gezwungen. Doch eine Ausladung des Ungarn kam nicht infrage. „Lassen wir den Mann sprechen“, meinte CPAC-Vorsitzender Matt Schlapp gegenüber US-Medien. „Und wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt, sollen es die Leute vorbringen.“

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