30.07.2022 07:00 |

„Krone“-Kommentar

Peinlichkeiten beim Zuschuss

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Auszahlungs-Hürde: 150 Euro Energiekostenzuschuss hat die Regierung jedem Haushalt versprochen, sofern man eine gewisse Einkommensgrenze nicht überschreitet (55.000 € für Ein-Personen-, 110.000 für Mehrpersonenhaushalte). In der Praxis gibt es aber einige Hürden: Die 150 Euro muss man beantragen. Das Bundesrechenzentrum (BRZ) übermittelt die Daten dann an den Energieversorger, der sie mit der Jahresabrechnung auszahlt. Doch bis jetzt hat erst ein Bruchteil der Kunden überhaupt Geld erhalten!

Fehlermeldungen: Die „Krone“ hat Einblick bei einem großen Stromanbieter mit Hunderttausenden Kunden bekommen. Für nicht einmal 10% davon wurden erst die Daten vom BRZ übermittelt. Tausende Anträge wurden abgelehnt, weil die Zählernummern (23 Ziffern!) auf dem Formular falsch eingetragen wurden. Eine „Fehlerquelle“, die ebenfalls dazu führt, dass man kein Geld sieht, sind falsch geschriebene Adressen, wenn ein Straßenname kompliziert ist und nicht so geschrieben wird wie im Melderegister.

Senioren-Falle: Geradezu peinlich ist, dass ältere Menschen in vielen Seniorenheimen kein Geld sehen. Sie haben zwar einen eigenen Sub-Stromzähler und bekommen eine Rechnung. Sie haben aber keinen Stromvertrag mit dem Energieanbieter, den hat nur der Betreiber der Residenz. Also gibt es nur einen Zählpunkt für z.B. 60 Wohnungen. Da wurde wieder einmal etwas nicht zu Ende gedacht ...

Manfred Schumi
Manfred Schumi
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