Die USA sind die größte Wirtschaftsmacht der Welt. Sie sind ein Staat, sie sprechen mit einer Stimme. Wirtschaftspolitische Entscheidungen werden schnell durchgesetzt.
China ist keine Demokratie, und dort gelten nicht alle Gesetze der freien Marktwirtschaft. Aber das Regime kann natürlich jederzeit die Regeln ändern und ist sich bewusst, welche Macht man als Absatzmarkt mit einer Milliarde Menschen für die gesamte Weltwirtschaft hat.
Europa hat zum Glück die EU, die einen Binnenmarkt mit 450 Millionen Einwohnern repräsentiert und daher mit den beiden oben Erwähnten auf Augenhöhe ist. Doch der große Unterschied besteht darin, dass wir nur einem losen Staatenbund mit 27 Mitgliedern angehören.
Entscheidungen fallen demokratisch, manche sind nur einstimmig möglich. Es ist wie in einer Schulklasse. Da gibt es die Musterschüler, die Mitläufer, die ewigen Querulanten und die Besserwisser. Die alle unter eine Hut zu bringen, schafft man nur mit viel Diplomatie, politischen Verrenkungen und manchmal absurden Kompromissen.
Nur wenn es wirklich kritisch wird, wie jetzt in der Ukraine-Krise, gelingen rasch gemeinsame Beschlüsse (zumindest mehrheitlich), wie jetzt zum Gassparen. Auch die Sanktionen gegen Russland waren schnell durch und letztlich alternativlos.
Wir wollen uns gar nicht ausmalen, wie Putin Europa vor sich hertreiben würde, wenn es keine EU gäbe.














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