26.07.2022 16:36 |

Fässer an Bord

400 Jahre altes Schiffswrack in Lübeck entdeckt

In der norddeutschen Stadt Lübeck haben Taucher am Grund des Flusses Trave ein rund 400 Jahre altes Wrack eines Hanseschiffes entdeckt. Die Überreste des etwa 20 Meter langen Schiffes seien teilweise im Sediment verborgen, teilte die Hansestadt Lübeck am Dienstag mit. Im Wrack konnten die Taucher mehr als 150 Fässer sichten.

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Er freue sich, dass Lübeck als Königin der Hanse nun auch ein echtes Hanseschiff habe, sagte Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) bei der Vorstellung des Fundes am Dienstag. Dieser spektakuläre Wrackfund werde der Wirtschafts- und Handelsgeschichte der Hansestadt Lübeck ein neues Puzzleteil hinzufügen, sagte Kultursenatorin Monika Frank.

Dutzende Fässer mit Brandkalk an Bord
Nach bisherigen Erkenntnissen ist das aus dem 17. Jahrhundert stammende Schiff auf dem Weg nach Lübeck gewesen, als es auf der Trave leckschlug und sank. Die Ladung habe aus 163 Fässern Brandkalk bestanden, von denen sich 73 noch an Bord befinden, heißt es.

„Das belegt, dass das Schiff nicht gekentert ist, sondern mehr oder weniger senkrecht versunken“, sagte der Leiter des Bereichs Archäologie der Stadt Lübeck, Manfred Schneider. Brandkalk war im Mittelalter ein sehr beliebter Baustoff, der in Verbindung mit Wasser hart wie Beton wird.

Bergung voraussichtlich Ende des Jahres
Das Wrack war bei einer routinemäßigen Untersuchung der Fahrrinne der Trave durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt entdeckt worden. Mit der Bergung werde voraussichtlich Ende des Jahres begonnen, sagte Bürgermeister Lindenau.

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