
Es ist der wohl buchstäblich größte Schatz in den Beständen des Wien Museums: Der sogenannte Praterwal. Am Dienstag wurde das zehn Meter lange und 1,7 Tonnen schwere Ungetüm mittels Kran in das im Generalumbau befindliche Gebäude am Karlsplatz gehoben - bevor die Zugänge nach Abschluss der Bauarbeiten 2023 enger werden.
Das etwas mürrisch dreinblickende Tier aus 1951 war bis 2013 das Wahrzeichen des noch aus dem 18. Jahrhundert stammenden „Gasthaus zum Walfisch“ im Prater. Im Wurstelprater beeindruckte die einst von Maria Benke aus Holz und Kupferblech entworfene Werbefigur nicht nur durch ihre schiere Größe, sondern besaß auch blau leuchtende Augen im Dunkeln und die Fähigkeit, hin und wieder eine Wasserfontäne in die Luft zu blasen.
Seit 2016 in Museumsdepot in NÖ
Nach Abbruch des alten Gasthauses gelangte der Wal schließlich über Umwege 2016 als Schenkung ins Wien Museum und wurde seither im Museumsdepot im niederösterreichischen Himberg restauriert. Schließlich hatten dem Meeresbewohner die Jahre über dem Portal zum Gasthaus und eindringende Feuchtigkeit zugesetzt.
Nach der Wiedereröffnung des Wien Museums soll der Wal dann, als eines der Großobjekte in der neuen Halle zu sehen sein. Der Meeressäuger wird hier in trauter Gemeinschaft mit den Originalfiguren des Donnerbrunnens, der Galakutsche des Bürgermeisters oder dem Schriftzug des alten Südbahnhofs ein Glanzstück der neuen Dauerausstellung sein.















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