
Voll im Gang sind die Arbeiten in Rust, um Booten freie Fahrt zu ermöglichen. Der Pegel ist niedrig. Gespräche über eine Seezuleitung starten bald.
Aufgrund des niedrigen Wasserstandes und der starken Verschlammung des Neusiedler Sees sind die Hafenanlage sowie Zufahrt in der Ruster Bucht teils nur noch erschwert benützbar. Daher hat, wie berichtet, die Stadt diese Woche ein Pilotprojekt in Angriff genommen. Mit neuer Technologie wird Schlamm abgesaugt. Laut Messungen der Baudirektion des Landes schwankt die Schlammoberkante im Hafen zwischen 114,40 und 114,70 Meter ü.A.
Sie wird in der Fahrrinne für Boote nun zwischen 20 und 25 Zentimeter reduziert. „Auf den Wasserstand des Sees hat das keine Auswirkungen“, merkt Task-Force-Leiter Christian Sailer an. „Die Vorbereitungen begannen schon im Februar. Es gab viele Gespräche. Alle Interessensgruppen befürworten die Maßnahmen“, so Bürgermeister Gerold Stagl.
Rust als Pilotversuch
Mit Bürsten wird nun der Schlamm vom Seegrund aufgewirbelt, abgesaugt und über Schläuche in ein nahes Sammelbecken transportiert. Für die nachhaltige Nutzung des Schlamms läuft ein Projekt mit der Forschung Burgenland. „Vorstellbar ist die Nutzung als Dämmmaterial in der Bau- oder Landwirtschaft“, erklärt Sailer. „Mithilfe der Erkenntnisse des Pilotprojekts starten im Oktober die groß angelegten Maßnahmen“, kündigte Landesrat Heinrich Dorner an.
Gespräche wegen Wasserzuleitung
In der Frage einer Wasserzuleitung in den Seewinkel will das Land mit Ungarn eine Grundsatzvereinbarung abschließen. Ein Termin mit dem ungarischen Außenministerium ist für kommende Woche fixiert.















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