Rettungsleitstelle

So arbeiten die Lebensretter im Hintergrund

Kärnten
12.07.2022 19:00

Die 38 Mitarbeiter der Rettungsleitstelle sorgen dafür, dass die Einsatzkräfte bei einem Notfall richtig eingeteilt werden; eine anspruchsvolle Aufgabe.

Wird die 144 gewählt, dann landet der Anrufer immer direkt bei uns“, erklärt Bernhard Dreschl, der Leiter der Rettungsleitstelle in Kärnten. In dem hochmodernen Bau sitzen insgesamt 38 Mitarbeiter, und einer von ihnen hebt, wenn der Notruf gewählt wird, nach spätestens drei Sekunden den Hörer ab. „Dann klären wir zunächst die wichtigsten Fragen. Die erste Frage ist immer die nach dem Notfallort“, verrät Dreschl: „Denn wenn die Verbindung abreißt, wissen wir wenigstens, wo wir die Einsatzkräfte hinschicken müssen.“

Und dann geht alles ganz schnell. Nachdem der Calltaker – so werden die Mitarbeiter genannt, die den Notfall aufnehmen – die wichtigsten Fragen zum Notfall klären konnte, ergibt sich ein Einsatzcode. Dieser ist in mehrere Kategorien gestaffelt und zeigt an, welche Einsatzkräfte benötigt werden. Dreschl: „Da wundern sich viele, warum auf einmal nicht nur die Rettung vor der Tür steht, sondern auch der Notarzt“.

Koordination von Hubschrauber und Co.
Anschließend geht der Einsatz zum Disponenten. „Dieser Mitarbeiter teilt dann einen Rettungswagen oder den Notarztwagen ein, der zum Notfallort fährt“, erzählt der Chef der Rettungsleitstelle im Gespräch mit der „Kärntner Krone“. Dafür ist Können gefragt. Denn immerhin sind die Disponenten für 110 Rettungswagen, vier Hubschrauber, neun Notarztwagen, einige First Responder und Ärzte zuständig.

53.097 Stunden

leisteten die 38 hauptberuflichen Mitarbeiter der Rettungsleitstelle 2021.

Zusammenarbeit mit anderen Einheiten
Die Rettungsleitstelle des Roten Kreuzes in der Henry-Dunant-Straße in Klagenfurt wickelt aber nicht nur Notfälle aus dem medizinischen Bereich ab. Auch größere Einsätze der Bergrettung werden von den 38 Mitarbeitern koordiniert. „Wir stehen zudem in enger Verbindung mit der Landesalarm- und Warnzentrale“, sagt Dreschl.

Damit die Koordination der Mitarbeiter und der weiteren Einsatzkräfte gut funktioniert, braucht es bestens ausgebildete Mitarbeiter. Dreschl: „Wer in der Leitstelle arbeiten möchte, erhält zuerst eine Grundausbildung - diese dauert drei Monate“. Auch eine Ausbildung zum Rettungssanitäter ist erforderlich, denn die Leitstellenmitarbeiter müssen den Ablauf außerhalb der Leitstelle kennen. Dreschl: „Bis man zum Disponenten aufsteigen darf, dauert es einige Jahre.“

Denn immerhin tragen die Mitarbeiter der Rettungsleitstelle eine immense Verantwortung für die Einsatzkräfte und die Patienten.

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