Russland-Sanktionen
Bisher 14 Oligarchen-Milliarden in EU eingefroren
Im Zuge der EU-Sanktionen gegen Russland sind in Europa mittlerweile knapp 14 Milliarden Euro an russischem Vermögen eingefroren worden. Der Großteil der Summe sei in fünf Ländern sichergestellt worden, sagte am Dienstag EU-Justizkommissar Didier Reynders.
Der Gesamtwert der sichergestellten Besitztümer der Oligarchie und anderer Verantwortlicher belaufe sich auf 13,8 Milliarden Euro, erklärte Reynders. Das sei „gewaltig“, so der Belgier. Aber: Nicht alle EU-Länder engagierten sich gleichermaßen für die Umsetzung der bisher sechs Sanktionspakete gegen Russland, kritisierte er am Rande eines Justizministertreffens in Prag.
Gut zwölf der fast 14 Milliarden Euro seien in fünf der 27 Mitgliedsstaaten sichergestellt worden. Vor allem Deutschland spiele dabei eine prominente Rolle. Mitte Juni bezifferte der deutsche Finanzminister Christian Lindner die in unserem Nachbarland eingefrorenen russischen Vermögenswerte mit knapp 4,5 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Eine extra eingesetzte Taskforce spürte in Österreich mit Stand Mai 254 Millionen Euro von mutmaßlichen russischen Oligarchen auf und fror sie ein, wie das Kanzleramt am 22. Mai in einer Zwischenbilanz verkündete.
Derzeit sind 1158 Verantwortliche und 98 Firmen und Institutionen von den EU-Sanktionen betroffen. Darunter sind der russische Präsident Wladimir Putin und Oligarchen wie Roman Abramowitsch. Letztere hat unter anderem seinen englischen Fußballklub FC Chelsea an ein Konsortium verkaufen müssen. Der Erlös kam nicht ihm zugute, mit dem Geld sollen ukrainische Kriegsopfer unterstützt werden.
















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