23.06.2022 06:30 |

Landeshauptmänner

Schwarze Westachse zerbricht: Nur Haslauer übrig

Nach Tirol zieht sich jetzt auch Vorarlbergs Landeschef zurück. Somit ist Landeshauptmann Wilfried Haslauer als Letzter vom Trio noch voll im Amt. Der Polit-Tenor aus Salzburg: Affären müssen trotzdem aufgeklärt werden.

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Sie galt als starke, schwarze Westachse in Österreich: Salzburg, Tirol und Vorarlberg sind meist als gemeinsame Stimme in Wien angetreten. Nachdem aber bereits Tirols Landeschef Günther Platter seinen Rückzug bekannt gegeben hat, folgt nun auch Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner. Dieser nennt gesundheitliche Probleme als Grund. Offiziell will er in ein paar Wochen auf die politische Bühne zurückkehren. Vom Dreiergespann ist nur noch Salzburgs Landeschef Wilfried Haslauer, der sich nicht zu Wallner äußern wollte, im vollen Einsatz.

Eine Aufklärung muss weiterhin stattfinden
Die Reaktionen in Salzburg auf den Ausfall von Wallner haben eines gemeinsam: Alle senden die besten Genesungswünsche in den Westen. Aber die Auszeit hat nach den Rücktritten der ÖVP-Landeshauptleute Hermann Schützenhofer (Steiermark) und Platter einen Beigeschmack. „Das ist schon ein seltsames Bild und hoffentlich kein Vorwand, um den Kopf wegen der Affären aus der Schlinge zu ziehen“, sagt SPÖ-Chef David Egger, der sich die Frage stellt, wie lange Haslauer noch bleiben wird?

Eine andere wirft Marlene Svazek (FPÖ) auf: „Man muss sich halt auch die Frage stellen, wie lange das in Vorarlberg gutgeht, auch wenn Wallner zurückkommt. Jeder weiß, dass die Politik belastend ist.“ Das Thema Gesundheit bei Politikern „müsse endlich enttabuisiert werden“ findet Simon Heilig Hofbauer (Grüne). Für ihn dürfe der Rückzug Wallners aber kein Ende der Aufklärung in der Wirtschaftsbund-Causa sein.

NEOS-Chefin Andrea Klambauer sieht, dass Wallner sich zuletzt aufgerieben hat. „Politik muss offener, sauberer und ehrlicher werden.“

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